Bus-Unfall in Salzburg: Gewerkschaft fordert Freistellung für Berufskraftfahrer:innen nach schweren Unfällen

Salzburg/Wien (OTS) – Die Gewerkschaft vida nimmt den tragischen
Busunfall gestern, Montag,
in Salzburg zum Anlass, für die Berufskraftfahrer:inen wie
Buslenkerker:innen und LKW-Lenker:innen eine bessere Absicherung nach
schweren Unfällen, die während der Ausübung ihres Dienstes passieren,
zu fordern. „Unfallsituationen führen für die Lenker:innen oft auch
zu schweren physischen Belastungen. Sie sollen daher Zeit bekommen,
um sich erholen und durch schwere Unfälle ausgelöste Schocks
verarbeiten zu können“, fordert Markus Petritsch die gesetzliche
Verankerung von drei freien Tagen für die Lenker:innen sowie einen
Anspruch auf psychologische Betreuung. Zudem würde eine solche
Maßnahme die Sicherheit für alle erhöhen.

Petritsch verweist dazu auf das Beispiel der Eisenbahner:innen in
Österreich, die seit Ende 2020 das Recht auf eine bezahlte
Freistellung von drei Tage nach schweren Unfällen oder Vorfällen mit
Verletzten bzw. Toten haben. Diese Maßnahme diene dem
Gesundheitsschutz, etwa um Schockzustände nach Unfällen verarbeiten
zu können, sowie der Erhöhung der Verkehrssicherheit für Personal und
Fahrgäste, erläutert der vida-Gewerkschafter. Der Anspruch müsse auch
eine notfallpsychologische Betreuung beinhalten.

„Ein Weiterarbeiten nach solchen traumatischen Ereignissen stellt
ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar. Eine solche Freistellung
wäre daher auch bei Berufskraftfahrer:innen einen wichtige
Errungenschaft für die Sicherheit und psychische Gesundheit“,
bekräftigt Petritsch.