Disoski erhöht Druck auf Bundesregierung: Lohntransparenzrichtlinie endlich umsetzen – alles andere ist ungerecht

Wien (OTS) – „Obwohl die EU-Richtlinie bis Anfang Juni in nationales
Recht
umgesetzt werden muss, liegt bis heute kein Gesetzesentwurf vor. Seit
Jahren ist klar, dass Österreich hier handeln muss – passiert ist
trotzdem fast nichts. Während Frauen jedes Jahr tausende Euro weniger
verdienen als Männer, versteckt sich die Regierung hinter Ausreden
und Wirtschafts-Lobbying. Diese große Ungerechtigkeit muss endlich
beseitigt werden“, übt die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski,
scharfe Kritik an der Verschleppung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie
durch die Bundesregierung und weiter: „Ich fordere eine rasche
Umsetzung. Obwohl die Umsetzungsfrist am 7. Juni endet, streitet die
Koalition weiter – auf dem Rücken von Millionen Frauen.“

Besonders absurd sei die Panikmache rund um angebliche
Bürokratie: „Nicht Transparenz ist das Problem, sondern die
ungerechte Bezahlung von Frauen. Wer Lohntransparenz bekämpft,
verteidigt in Wahrheit bestehende Ungerechtigkeit.“

Österreich weist mit 17,6 Prozent weiterhin einen der höchsten
Gender Pay Gaps Europas auf. Die EU-Richtlinie soll Unternehmen
verpflichten, Einkommensunterschiede offenzulegen und endlich
nachvollziehbar zu machen, wer für gleiche Arbeit schlechter bezahlt
wird.

„Frauen brauchen keine Sonntagsreden über Gleichstellung, sondern
faire Gehälter. Die Bundesregierung muss endlich liefern, statt
weiter bei der Ankündigungsweltmeisterschaft mitzuspielen“, fordert
Disoski.