Dürrekrise – SPÖ Bäuerinnen und Bauern: „Der Feuerlöscher allein reicht nicht“

Wien (OTS) – Die anhaltende Trockenheit führt zu massiven Belastungen
für die
Landwirtschaft. Ernteausfälle, Futtermangel und steigende Kosten
bringen viele Betriebe an ihre Grenzen. Der Vorsitzende der SPÖ
Bäuerinnen und Bauern Michael Schwarzlmüller betont: „Forderungen
nach Hilfen sind verständlich. Hilfen sind wie ein Feuerlöscher –
unverzichtbar, wenn es brennt. Noch wichtiger ist es aber, dafür zu
sorgen, dass es gar nicht erst zu einem Brand kommt und unsere Böden
nicht austrocknen und ihre Widerstandskraft verlieren.“ Nach Ansicht
der SPÖ-Bäuerinnen und Bauern greift die aktuelle Debatte zu kurz:
Immer neue Hilfspakete und Entschädigungen allein werden die
Landwirtschaft nicht widerstandsfähiger machen. „Wir verlieren Wasser
aus der Landschaft. Unsere Böden verlieren Humus, Hecken
verschwinden, die Artenvielfalt nimmt ab und die Zahl der Hitzetage
steigt. Kein Hilfspaket speichert Wasser im Boden und keine
Entschädigung bringt einen einzigen Regentropfen zurück“, betont
Schwarzlmüller. ****

Die SPÖ-Bäuerinnen und Bauern sprechen sich für einen klaren
Schwerpunkt auf Vorsorge statt auf bloße Schadensverwaltung aus und
fordern:

1. Wasser in der Landschaft halten

2. Humus aufbauen

3. Bäume und Hecken fördern

4. Regionale Kreisläufe stärken

5. Abhängigkeit von fossiler Energie und Kunstdünger verringern

6. Landwirtschaft widerstandsfähiger machen

„Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, dass viele bäuerliche
Betriebe an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Rasche Hilfen allein
reichen nicht aus. Wer unsere Landwirtschaft langfristig sichern
will, muss heute in gesunde Böden, den Humusaufbau und eine
nachhaltige Wasserbewirtschaftung investieren. Jeder Euro für
Vorsorge schützt Ernten, bäuerliche Existenzen und unsere
Versorgungssicherheit nachhaltiger als jede spätere
Schadensabgeltung“, betont Schwarzlmüller.

„Wir dürfen nicht von einer Dürre zur nächsten leben. Es geht
nicht darum, notwendige Hilfen infrage zu stellen. Es geht darum, die
Ursachen anzugehen und den bäuerlichen Betrieben eine langfristige
Perspektive zu geben. Wer nur repariert, wird die nächste Krise nicht
verhindern“, ergänzt Ewald Grünzweil, Mitglied des SPÖ-Expert*
innenrats.

Michael Schwarzlmüller appelliert an jene Wasserversorger, die
noch genügend Wasser zur Verfügung haben, betroffenen bäuerlichen
Betrieben mit der Wasserversorgung zu helfen. „Gerade jetzt kommt es
auf Solidarität und Zusammenhalt an“, so Schwarzlmüller.

Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern unterstützen die SPÖ-Petition
„Unser Wasser schützen“ und sprechen sich unter anderem für den
Schutz des Wassers vor Privatisierung, die Umsetzung einer
österreichweiten Wasserstrategie sowie ein ambitioniertes Klimagesetz
aus.

SERVICE: Hier geht’s zur SPÖ-Petition: „ Grundversorgung statt
Profit. Unser Wasser schützen “

(Schluss) ls/bj