St. Pölten/Wien (OTS) – „Mental Health“ und „Mental Load“ sind
Schlagwörter, die in der
Diskussion um eine gerechte Aufteilung von Familienarbeit längst
präsent sind – und diese wird oft von Müttern geführt. Um einmal den
Blickwinkel zu wechseln, lud der Österreichische Familienbund am
Samstag, 8. November 2025, zur „Gesunden Jause“ ins „Laib & Seele“ in
Freistadt ein – mit Fokus auf die Erfahrungen und Perspektiven von
Vätern.
Neben veganen Aufstrichen, Gemüse-Waffeln und Bananenbrot-Muffins
ging es bald zur Sache: Die Väter berichteten aus ihrem
Familienalltag, vom Spagat zwischen Erwerbsarbeit und Familienzeit,
und von den Herausforderungen, die damit einhergehen. Viele
erzählten, dass die Zeit in der Karenz oder Phasen, in denen sie
hauptverantwortlich für die Kinderbetreuung waren, ihnen deutlich
gezeigt hat, wie fordernd diese Aufgabe ist – und dass „zu Hause
sein“ alles andere als eine Pause bedeutet. Ihnen ist wichtig,
möglichst viel Qualitätszeit mit ihren Kindern zu verbringen – was im
Alltag nicht immer leicht umzusetzen ist.
Zur Sprache kam auch, dass Vätern oft nicht zugetraut wird,
Haushalt und Kinder „im Griff zu haben“, und dass das „ewige
Bewundert werden“ auch schon einmal auf die Nerven geht. Klar war die
gemeinsame Haltung: Sie wollen nicht „helfen“, sondern ihren
gleichwertigen Anteil an Care-Arbeit leisten.
„Uns war mit diesem Nachmittag wichtig, herauszufinden, wie Väter
die gemeinsame Zeit mit ihren Kindern erleben, wie sie die
Gesellschaft wahrnehmen, wenn sie aktiv als Väter sichtbar sind, und
wo sie ihre Rolle im Familienalltag sehen“, erklärt Familienbund-
Präsidentin Abg.z.NR Mag.a Johanna Jachs, die gemeinsam mit den
Kindern, deren Vätern und Laib & Seele -Chefin Birgit Tautscher in
der Küche Hand anlegte.
„Es ist noch viel zu tun, damit Väter in unserer Gesellschaft
nicht nur als Ernährer gesehen werden. Es hat sich schon einiges
bewegt – und wir bleiben dran“, hält die Familienbund-Präsidentin
fest.





