Wien (OTS) – Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser zeigt
sich über ein
Schreiben des Südtiroler Sanitätsbetriebs vom 22.03.2020 fassungslos,
das ihm vom Südtiroler Landtagsabgeordneten Jürgen Wirth Anderlan
übermittelt wurde. Darin wurden Hausärzte in Südtirol von Amts wegen
angewiesen, Todesfälle zu Hause während der COVID-19-Pandemie
aufgrund von Grippe- und Bronchialerkrankungen automatisch als COVID-
19-Infektionstodesfälle einzustufen.
„Damit liegt erstmals in der EU ein amtliches Dokument vor, das
belegt, dass die COVID-19-Sterbestatistik bewusst nach oben
manipuliert wurde“, so Hauser. Das Schreiben sei auch an die Spitze
der Sanitätseinheit sowie an die Landesnotrufzentrale in Südtirol
ergangen. Der Freiheitliche betont, dass Ärzte damit faktisch
angewiesen worden seien, medizinische Diagnosen zu verfälschen. „Die
Statistik der COVID-19-Toten in Südtirol – und damit in Italien und
der EU – wurde auf amtliche Anweisung von Anfang an verfälscht. Das
ist ein unerhörter Vorgang.“
Auch aus anderen Ländern seien ähnliche Berichte bekannt, bisher
jedoch ohne schriftliche Belege. „Dieses Dokument ändert alles“,
erklärt Hauser. Es sei bereits Gegenstand von Anfragen im Südtiroler
Landtag und in der Corona-Untersuchungskommission. Nun werde er den
Fall auch in der EU-Kommission thematisieren.
Besonders brisant sei laut Hauser der Zusammenhang mit dem
European Health Data Space (EHDS): „Gesundheitsdaten und -statistiken
sind wertlos, wenn sie politisch manipuliert werden können. Dieser
Skandal zeigt, dass während der COVID-19-Pandemie mit falschen Daten,
Panikmache und massivem Druck auf Ärzte eine faktenwidrige Politik
betrieben wurde.“
Hauser fordert die EU-Kommission auf, mögliche EU-weite
Anweisungen offenzulegen und die Manipulation der COVID-19-
Sterbestatistik umfassend zu untersuchen, zu ahnden und künftig zu
verhindern.





