Wien (OTS) – Der freiheitliche EU-Abgeordnete Georg Mayer,
langjähriges Mitglied
des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie, kritisiert das
eklatante Versäumnis der Europäischen Kommission im Umgang mit dem
für Hightechprodukte unverzichtbaren Rohstoff Germanium: „China
exportiert kaum noch Germanium in die EU, die Preise sind seit Ende
2024 um mehr als 60 Prozent gestiegen und Europa hat keine eigene
Förderung – das ist ein strategisches Armutszeugnis! Germanium wird
unter anderem für Glasfasern und Halbleiter gebraucht, also genau in
den Bereichen, in denen die EU selbst Tempo machen will. Dennoch hat
die Kommission Warnsignale ignoriert und keine Vorsorge getroffen“,
so Mayer.
Während die USA ein nationales Rohstofflager aufgebaut hätten,
habe man in Europa auf leere Versprechen gesetzt. „Bereits 2023 gab
es klare Hinweise auf bevorstehende Exportrestriktionen. Statt
vorausschauend zu handeln, hat die Kommission Zeit verstreichen
lassen und setzt nun auf Recycling als Notlösung. Das reicht aber
nicht, wenn Lieferungen aus China von mehreren Tonnen pro Monat auf
wenige hundert Kilo zusammenschrumpfen“, kritisiert Mayer.
Mayer fordert daher ein sofortiges Einschreiten der
Kommissionspräsidentin: „Ursula von der Leyen soll sich endlich
persönlich der Sache annehmen. In dieser EU läuft die Beschaffung oft
nicht über strategische Planung, sondern über intransparenten SMS-
Verkehr der Präsidentin. Wenn das der einzige Weg ist, dann soll sie
wenigstens diesen nutzen und schnellstmöglich die Produzenten in
China kontaktieren.“
Für den freiheitlichen Abgeordneten ist damit bewiesen: „Die
Vergemeinschaftung potenziert Probleme oft nur, anstatt sie zu lösen.
Nationalstaaten wie die USA zeigen, wie man mit strategischen
Reserven vorsorgt. Die EU dagegen verheddert sich in Bürokratie und
Ideologie und gefährdet so die industrielle Basis und die
technologische Souveränität Europas.“





