Frauen gegen Cyberkriminalität

Wien (OTS) – Cyberkriminalität ist eine dynamische, komplexe und
zunehmend KI-
gestützte Bedrohung. Gezielte Angriffe auf digitale Infrastruktur,
Dienstleistungen und Datenbanken wichtiger wirtschaftlicher, sozialer
und gesellschaftlicher Sektoren nehmen stetig zu. Der
Fachkräftemangel ist akut. Was sich also niemand leisten kann: Auf
eine Bevölkerungshälfte aufgrund von alten Stereotypen zu verzichten.

Zwtl.: Weibliche Perspektive auf Cybersecurity

Das aus Mitteln von EU Erasmus+ geförderte Projekt CyberMe zeigt
Methoden auf, um den Gendergap im IT-Security-Bereich zu schließen,
indem unter anderem ein Weiterbildungsprogramm und innovatives
Schulungsmaterial entwickelt und getestet wird. Die Österreichische
Computer Gesellschaft (OCG) ist einer von sechs Partnern im Projekt.

“Frauenförderung im Bereich IT ist ein wichtiger Ansatzpunkt, um
nicht nur dem Fachkräftemangel zu begegnen, sondern auch um für die
notwendige Diversität im Sicherheitsbereich zu sorgen.
Unterschiedliche Perspektiven sind auch bei der Bekämpfung von
Cyberkriminalität ein wesentliches Asset” , OCG-Mitarbeiterin Sandra
Tomeschek.

Zwtl.: Bildung, Bestärkung und Vernetzung

Im Rahmen des Projekts fand im Juni in Valletta, der Hauptstadt
von Malta, ein Cybersecurity-Camp ausschließlich für Frauen statt,
die sich im Bereich Informatik aus- bzw. weiterbilden. Die 24
Teilnehmerinnen aus Österreich, Bulgarien, Zypern, Deutschland,
Italien und Malta hatten sich zuvor in einem Bewerbungsprozess
qualifiziert und werden über die kommenden Monate weiter gefördert.
Die Teilnehmerinnen bringen vielfältige Bildungs- und
Berufshintergründe mit – von kreativen und medialen Bereichen bis hin
zu Naturwissenschaften und Technologie.

Zwtl.: Training mit Gaming

Bei den CyberMe Female Youth Cybersecurity Camps bauen die
Teilnehmerinnen ihre technischen Fähigkeiten aus und stärken ihre
Rolle in der digitalen Sicherheitslandschaft durch international
Vernetzung. Das kreative Element bei der Bekämpfung von
Cyberkriminalität kommt dabei nicht zu kurz. Methoden wie Serious
Gaming, Capture the Flag und die Cyber Treasure Hunt verdeutlichen
den Wandel in der IT-Security. Der Erfolg hängt heute zunehmend von
Teamarbeit und kooperativen Lösungsansätzen ab, nicht mehr nur von
der Expertise Einzelner.

„CyberMe hat uns die Möglichkeit gegeben, Teil einer
internationalen Community zu werden und gemeinsam mit anderen Frauen
in die Welt der Cybersecurity einzutauchen”, so Lena Schmiederer,
eine der österreichischen Teilnehmerinnen.

Ihre Kollegin Ilayda Zengin schildert die Eindrücke aus dem
CyberMe Camp in Malta: „Die Zeit in Malta hat mir gezeigt, wie
dynamisch und essenziell Cybersecurity in unserer vernetzten Welt
ist. Durch das CyberMe Projekt konnte ich wertvolle Praxisbeispiele
mitnehmen, die meine Begeisterung für den Schutz digitaler
Infrastrukturen nachhaltig gestärkt haben.”

Den Abschluss des Projekts im Herbst 2027 wird die CyberMe
International Youth Conference in Zypern mit dem Cyber Hackathon for
Social Good bilden.