Grüne Wien/Götze, Fallmann: U-Bahnausbau Rothneusiedl weiter am Wartegleis – SPÖ lässt Menschen in Favoriten im Stich

Wien (OTS) – „Für die U-Bahn gibt’s kein Geld während für den
Lobautunnel
Milliarden locker gemacht werden. Das ist ungerecht gegenüber den
Menschen, die auf die Öffis angewiesen sind und außerdem völlig
verantwortungslos angesichts der immer weiter fortschreitenden
Klimakrise. Minister Hanke setzt weiterhin verlässlich die falschen
Prioritäten“, so Elisabeth Götze, Abgeordnete zum Nationalrat und
Mobilitätssprecherin der Grünen, zur heutigen Beantwortung ihrer
Anfrage durch Verkehrsminister Hanke (SPÖ). Nachdem im Herbst 2025
massive Verspätungen beim U-Bahnausbau in Wien bekannt wurden, hat es
von Seiten der SPÖ mehrfach geheißen, dass die noch ausstehende
Finanzierungsvereinbarung für die U-Bahnverlängerung nach
Rothneusiedl zeitnah erfolgen solle. Die Grünen wollten in ihrer
Anfrage daher von Hanke wissen, wo die Finanzierungsvereinbarung
bleibt, mit welchen Kosten gerechnet wird und wann der Bau erfolgen
soll. Die Anfragebeantwortung durch Hanke zeichnet ein desaströses
Bild – Hanke fühlt sich offenbar nicht zuständig. Die Frage, warum
die Finanzierungsvereinbarung, die im März 2025 angekündigt wurde,
nicht abgeschlossen wurde, lässt Hanke unbeantwortet. Es dürfte
derzeit noch nicht einmal konkrete Gespräche über eine
Finanzierungsvereinbarung geben.
Das ewige Hinhalten und Verschieben der dringend benötigten
Verbesserungen im Öffi-Netz sei den Menschen in Wien und speziell
Favoriten nicht zumutbar, so die Grünen. „Ob bei der fehlenden U-
Bahnverlängerung Wienerberg, der verzögerten U1-Verlängerung
Rothneusiedl oder der schlecht gemanagten Stammstreckensperre – die
Menschen in Favoriten werden von der SPÖ gleich mehrfach im Stich
gelassen“, kritisiert Katrin Fallmann, Klubobfrau Grüne Favoriten.

U-Bahnanbindung zentral für autofreies Konzept

Das Bauprojekt Rothneusiedl basiert auf einem weitgehend
autofreien Konzept – umso wichtiger ist die U-Bahnanbindung. Von den
21.000 Bewohner:innen sollen die ersten bereits Mitte der 2030er
einziehen. Die Verlängerung wird aber frühestens 2040 fertig
gestellt. „Wenn die Menschen mit Bussen zur U-Bahn gebracht werden
sollen, wird das nur noch mehr Stau im Morgenverkehr auf der
Himbergerstraße verursachen“, so Fallmann. „Das Bauprojekt
Rothneusiedl wird von der SPÖ als ‚Klimamusterstadt‘ verkauft,
gleichzeitig wird klimafreundliche Mobilität dabei aber bestenfalls
nachranging behandelt. Stattdessen werden die Bewohner:innen wieder
in die Abhängigkeit vom Auto gedrängt und mehr Verkehrsbelastung
verursacht“, so Fallmann.
„Besonders absurd ist, dass es die Wiener SPÖ und ihre Genoss:innen
im Bund nicht schaffen, sich abzustimmen und die Mobilität im Sinne
der Menschen voranzutreiben. Sowohl im Rathaus als auch auf
Bundesebene ist die SPÖ in der Verantwortung, aber es gelingt ihnen
einfach keine Lösung. Die Wiener:innen haben sich etwas Besseres
verdient“, so Götze abschließend.