Wien (OTS) – In Wien glüht der Asphalt: In der Stadt erreicht dieser
bereits vor
12 Uhr Temperaturen von bis zu 39 Grad, wie Beobachtungen von
Tierschutzorganisationen kürzlich gezeigt haben. Während Touristen
das Wiener Flair genießen, sind die Fiakerpferde dieser
unerträglichen Hitze ausgesetzt. Das Grüne Tierschutzforum kritisiert
die Untätigkeit der Stadt Wien: Dass die Bezirksvertretung der
Inneren Stadt bereits vor einem Jahr „Hitzefrei ab 30 Grad“ gefordert
hat, zeigt, dass die politische Erkenntnis vorhanden ist. Die
Umsetzung durch die Stadt Wien ist jedoch ausständig, zum Leidwesen
der Pferde.
„Es ist nicht hinnehmbar, dass Pferde bei diesen Temperaturen
eingesetzt werden, nur um ein nostalgisches Bild
aufrechtzuerhalten.Tradition darf nicht als als Deckmantel für
systematisches Tierleid missbraucht werden“, so Cosma Stöger vom
Grünen Tierschutzforum, einer Organisation der Grünen Wien. „Wir
müssen uns ehrlich fragen: Welche Kultur bewahren wir da eigentlich?
Die Wiener Kultur sollte auf Respekt und Mitgefühl beruhen, nicht auf
der Ausnutzung von Lebewesen für touristische Zwecke.“
Gemeinderätin Jennifer Kickert, Sprecherin für Tierschutz,
schließt sich der Kritik an. “Pferde im dichten Verkehr durch die
aufgeheizte Innenstadt zu kutschieren, ist weder zeitgemäß noch im
Sinne des Tierwohls. Seit Jahren schon setzen wir uns dafür ein, dass
Fiakerfahrten ab 30 Grad unzulässig sein sollen.”
„Die Stadt Wien muss endlich ihre Verantwortung gegenüber den
Tieren übernehmen, und das Leid beenden. Wir fordern die sofortige
Umsetzung von „Hitzefrei ab 30 Grad“. Ein Fahrverbot muss bereits bei
Erreichen dieser Temperatur greifen, um die Pferde effektiv vor dem
Hitzestress und der extremen Bodenhitze zu schützen“, so Kickert und
Stöger abschließend.





