Hacker: Klinik Floridsdorf baut Robotik in der Medizin aus

Wien (OTS) – Am Freitag wurde in der Klinik Floridsdorf von
Gesundheitsstadtrat
Peter Hacker, Neos-Digitalisierungssprecher Stefan Gara, dem Vorstand
der Inneren Medizin und Pneumologie der Klinik Floridsdorf, Arschang
Valipour, gemeinsam mit der Kollegialen Führung der Klinik, der neue
Bronchoskopie-Roboter präsentiert. „Mit dem erstmaligen Einsatz eines
Bronchoskopie-Roboters in Österreich unterstreicht die Klinik
Floridsdorf ihre Vorreiterinnen-Rolle in der modernen
Lungenkrebsdiagnostik und setzt neue Maßstäbe in der medizinischen
Versorgung“, betont Hacker. „„Dadurch gelingt auch ein entscheidender
Schritt in Richtung hochpräziser, minimalinvasiver Diagnostik und
Früherkennung von Lungenkrebs. Wien zeigt damit, dass Robotik und
Digitalisierung in der Medizin nicht Zukunftsmusik sind, sondern
bereits heute konkrete Fortschritte in Diagnose, Behandlung und
Heilungschancen ermöglichen““, ergänzt Gara.

Die Klinik Floridsdorf wurde 2019 als modernster Standort
eröffnet und seitdem konsequent weiterentwickelt. Der Technische
Direktor der Klinik Floridsdorf, Markus Alexander Huber, erklärt:
„Die Robotik spielt dabei eine immer größere Rolle. So stellen wir
sicher, dass wir auch technisch immer am neuesten Stand sind.“

Lungenkrebs ist weltweit die führende Todesursache bei
Krebserkrankungen. Auch in Österreich werden jährlich rund 5.000
Neuerkrankungen sowie etwa 4.000 Todesfälle verzeichnet. Die Diagnose
erfolgt häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium, was die
Behandlungsmöglichkeiten erheblich einschränkt. Wird Lungenkrebs
hingegen früh erkannt, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei bis zu
90 Prozent. „Ziel moderner Medizin muss es daher sein, die Erkrankung
so früh wie möglich zu diagnostizieren und damit die Heilungschancen
deutlich zu verbessern“, so Arschang Valipour.

Zwtl.: Größtes Lungenkrebszentrum Österreichs mit jährlich 1.500
Bronchoskopien

Die Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie an der Klinik
Floridsdorf ist das größte Lungenkrebszentrum Österreichs. Am
Kompetenzzentrum für Interventionelle Bronchoskopie werden jährlich
rund 1.500 Bronchoskopien durchgeführt. Mit der Einführung des
Bronchoskopie-Roboters sowie der ergänzenden 3D-Bildgebung mittels
Cone Beam CT verfügt die Klinik nun über eine in Österreich
einzigartige Kombination modernster Diagnosetechnologien. Die Kosten
für das neue Gerät inklusive technischer Aufrüstung belaufen sich auf
1 Million Euro.

Zwtl.: Robotische Steuerung ermöglicht präzisere Diagnostik

Und so funktioniert die roboterassistierte Bronchoskopie: Ein
sehr flexibler und dünner Katheter wird robotisch gesteuert tief in
die fein verzweigten Atemwege der Lunge geführt. Entlang einer zuvor
festgelegten Navigationsroute können so gezielt Gewebeproben aus
kleinen, schwer erreichbaren Lungenknötchen entnommen werden. Die
Untersuchung erfolgt in der Regel unter leichter Narkose und dauert
etwa 30 bis 60 Minuten.

Die Vorteile dieser neuen Technologie sind vielfältig: Durch die
robotische Steuerung wird eine deutlich präzisere und stabilere
Navigation in kleinen Luftwegen ermöglicht als bei herkömmlichen
Bronchoskopien. Dadurch können auch sehr kleine Lungenherde besser
erreicht werden. Zudem kann die Zeit bis zur gesicherten Diagnose
verkürzt werden, was für Patient*innen einen entscheidenden
Unterschied macht. In vielen Fällen lassen sich auf diese Weise
unnötige chirurgische Eingriffe vermeiden. Vor allem aber eröffnet
die frühzeitigere Diagnosestellung die Möglichkeit, schneller mit
einer Therapie zu beginnen und die Heilungschancen signifikant zu
verbessern. „Für Patient*innen bedeutet dies eine schonendere
Untersuchung, schnellere Gewissheit und die Chance auf einen früheren
Therapiebeginn“, so Lungenexperte Valipour.

Zwtl.: Zusammenarbeit Lungenabteilung und Thoraxchirurgie

Eine Besonderheit der Klinik Floridsdorf liegt zudem in der engen
Verzahnung von Pneumologie und Thoraxchirurgie an einem Standort.
Neben der spezialisierten Lungenabteilung verfügt die Klinik auch
über eine leistungsstarke thoraxchirurgische Einheit, in der selbst
kleinste Lungenkrebstumore präzise und schonend operativ entfernt
werden können. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit – auch mit
Radiologie, Pathologie und Strahlentherapie – ermöglicht eine
durchgängige Versorgung von der frühzeitigen Diagnose bis zur
gezielten Therapie und stellt sicher, dass Patient*innen rasch und
optimal behandelt werden können.

Infos:

Zwtl.: Lungenabteilungen im Wiener Gesundheitsverbund:

– Klinik Floridsdorf

– Klinik Hietzing

– Klinik Ottakring

– Standort Penzing der Klinik Ottakring

– AKH Wien

Zwtl.: Thoraxchirurgische Abteilungen im Wiener Gesundheitsverbund:

– Klinik Floridsdorf

– AKH Wien