Wien (OTS) – Die dramatische Austrocknung der Unteren Lobau ist ein
Alarmsignal.
Sterbende Fische, Muscheln und andere geschützte Tierarten zeigen,
dass sich die Situation weiter zuspitzt. Für den Umweltsprecher der
Grünen, Lukas Hammer, ist klar: „Es herrscht Gefahr in Verzug. Die
Untere Lobau trocknet seit Jahren aus – und der Umweltminister greift
nicht ein. Wenn wir nicht rasch handeln, verlieren wir eines der
wertvollsten Naturgebiete Österreichs und ein unverzichtbares
Erholungsgebiet für unzählige Wiener:innen. Umweltminister Norbert
Totschnig ist jetzt gefordert, alle Verantwortlichen rasch an einen
Tisch zu bringen und dafür zu sorgen, dass wieder ausreichend Wasser
in die Lobau gelangt und ihr Schutz oberste Priorität erhält.“
„Jetzt braucht es eine rasche Wasserzufuhr für die Untere Lobau,
Renaturierungsmaßnahmen mit höchster Priorität und eine ausreichende
Finanzierung dafür. Der Schutz unserer Natur gehört zu den zentralen
Aufgaben des Umweltministers. Gerade in immer heißer werdenden
Sommern hat die Lobau für viele Menschen einen unschätzbaren Wert als
Erholungsraum und Rückzugsort. Der Umweltminister darf nicht untätig
bleiben, während eines der bedeutendsten Auengebiete Österreichs
austrocknet“, betont Hammer.
Auch Tina Wirnsberger, Umweltsprecherin der Wiener Grünen,
fordert entschlossenes Handeln: „Die Lobau stirbt vor unseren Augen –
und die Wiener Stadtregierung wartet weiter zu. Während Gewässer
austrocknen und geschützte Arten ihren Lebensraum verlieren,
verstreicht wertvolle Zeit. Diese Untätigkeit können wir uns nicht
länger leisten.“
„Die Auswirkungen der Klimakrise treffen auch die Lobau mit
voller Wucht. Jetzt geht es darum, ein einzigartiges Ökosystem zu
retten, bevor der Schaden unumkehrbar wird. Stadt Wien und
Bundesregierung stehen gleichermaßen in der Verantwortung, endlich
gemeinsam zu handeln – jeder weitere verlorene Sommer verschärft die
Situation“, so Wirnsberger.
„Die Lobau ist ein einzigartiger Lebensraum und Teil unseres
Naturerbes. Sie sterben zu lassen, wäre ein umweltpolitisches
Armutszeugnis für die Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene“,
so Hammer und verweist auf die Petition der Grünen zu akutem
Hitzeschutz für alle und mutigem Klimaschutz .





