Hörlezeder (Grüne): „ÖVP schaut tatenlos zu, wie die FPÖ christliche Jugendarbeit in Amstetten zertrümmert“

Amstetten / St. Pölten (OTS) – Der Grüne Landtagsabgeordnete Dominic
Hörlezeder übt scharfe Kritik
an der schwarz-blauen Landesregierung und dem Festhalten am
Förderstopp für das Don-Bosco-Jugendzentrum in Amstetten. Anstatt
sich an den durchschaubaren Provokationen von FPÖ-Landesrat Martin
Antauer abzuarbeiten, rückt Hörlezeder die fatale politische
Tragweite dieser Entscheidung in den Fokus – und nimmt dabei vor
allem die ÖVP in die Pflicht.

„Es entbehrt nicht einer gewissen Bitterkeit: Da leistet ein
katholischer Orden seit über sechs Jahrzehnten genau jene
stabilisierende, bodenständige Sozialarbeit, die sich bürgerliche
Politiker in Sonntagsreden immer wünschen – und die FPÖ dreht dieser
Einrichtung aus reinem parteipolitischem Kalkül den Geldhahn zu. Das
ist mutwillige Zerstörung von sozialem Zusammenhalt. Das ist
mutwillige Zerstörung von Zukunftschancen“, kritisiert Hörlezeder.

Das Don-Bosco-Heim, so der Abgeordnete, sei ein essenzieller
Rettungsanker. „Wenn Kinder und Jugendliche dort nach der Schule
Hilfe bei den Hausaufgaben bekommen, wenn ihnen zugehört wird und sie
einen sicheren Platz finden, der ihnen Halt und Orientierung gibt,
dann ist das schlichtweg gelebte Nächstenliebe. Wer hier die
Abrissbirne ansetzt, reißt den Schwächsten in unserer Gesellschaft
den Boden unter den Füßen weg.“

Besonders hart ins Gericht geht Hörlezeder mit der Rolle der
Volkspartei. „Das ohrenbetäubende Schweigen der ÖVP in dieser Causa
entlarvt sie. Wo bleiben die großen Worte der Landeshauptfrau über
christlich-soziale Werte, wenn ihr Koalitionspartner in Amstetten
eine kirchliche Vorzeigeeinrichtung an die Wand fährt? Es ist ein
politisches Armutszeugnis, dass die ÖVP ihre eigenen historischen
Grundsätze offenbar klaglos für den schwarz-blauen Machterhalt
opfert.“

Hörlezeder fordert eine Rückkehr zur sachlichen Vernunft und die
sofortige Wiedereinsetzung der Fördermittel. „Wir brauchen in der
Jugendarbeit Verlässlichkeit und keinen Populismus auf dem Rücken
unserer Kinder. Die Landesregierung muss diesen katastrophalen Fehler
umgehend korrigieren, damit die Betreuerinnen und Betreuer ihre
unverzichtbare Arbeit für Amstetten fortsetzen können.“