Wien (OTS) – Für die Industriellenvereinigung (IV) sind die heute von
der
Statistik Austria veröffentlichten Zahlen „ein neuerlicher Weckruf,
dass Österreich tiefgreifende Strukturreformen braucht“, erklärt IV-
Generalsekretär Christoph Neumayer. So ging das BIP im Jahr 2024 um
0,7 Prozent zurück, nach einem leichten Wachstum im ersten Quartal
2025 ging es im zweiten Quartal 2025 wieder um 0,1 Prozent zurück.
„Die aktuelle Wirtschaftslage und fehlende Planbarkeit ist für die
Unternehmen weiterhin herausfordernd: Sie halten sich mit
Investitionen zurück, schließen Standorte und bauen Beschäftigte ab.
Diese Entwicklung wird sich aller Voraussicht nach fortziehen, sofern
nicht rasch gegengesteuert wird und eine Perspektive geboten wird“,
warnt Neumayer.
Für die Industriellenvereinigung braucht es einen dringenden
Wirtschaftsimpuls für Österreich. Das beginnt bei sinkenden Kosten
auf Arbeit, geht weiter über leistbare Energie und weniger Bürokratie
bis hin zur Umsetzung des Lateinamerika-Abkommens. „Das Abkommen
zwischen der EU und Lateinamerika kann uns einen notwendigen Impuls
für unsere Wirtschaft bringen. Das müssen wir nützen und dürfen uns
nicht davor verschließen“, appelliert Neumayer.
Auch hinsichtlich der steigenden Staatsschulden mahnt Neumayer
ein, jetzt ins Tun zu kommen: „Der Staat hat kein Einnahmen- sondern
ein Ausgabenproblem. 2024 lagen wir bei einer Staatsausgabenquote von
56,3 Prozent. Es braucht tiefgreifende Reformen bei den Pensionen,
der Bildung, der Gesundheit und Belebungsmaßnahmen für die
Konjunktur“, so Neumayer.
Positiv sieht die Industriellenvereinigung, dass die Pensionen
für 2026 im Durchschnitt unterhalb der Inflation angehoben werden,
drängt jedoch auf eine Gesamtreform samt schrittweiser Erhöhung des
Pensionsantrittsalters und Einschränkung bei Frühpensionen. Ebenso
positiv sieht die Industriellenvereinigung die Neuverhandlung der
Beamtengehälter.





