Kickinger: „Wechseljahre dürfen am Arbeitsplatz kein Tabu sein“

Wien (OTS) – Hitzewallungen, Schlafstörungen, Erschöpfung oder
Konzentrationsprobleme: Zwei Drittel der Frauen leiden unter
Beschwerden in den Wechseljahren, viele fühlen sich dadurch auch im
Job beeinträchtigt. Trotzdem spielt das Thema in der betrieblichen
Gesundheitsförderung kaum eine Rolle. In Betrieben wird das Thema oft
tabuisiert und hinzukommt, dass viele Betroffene aus Angst vor
Stigmatisierung oder Benachteiligung nicht darüber sprechen.

Anlässlich des Internationalen Aktionstags für Frauengesundheit
am 28. Mai fordert ÖGB-Bundesfrauensekretärin Dorottya Kickinger mehr
Sensibilisierung und konkrete Maßnahmen am Arbeitsplatz.
„Wechseljahre sind kein Privatthema, sondern auch ein Thema des
Arbeitnehmer:innenschutzes. Frauen dürfen mit den gesundheitlichen
Auswirkungen nicht allein gelassen werden“, sagt Kickinger.

Der ÖGB fordert unter anderem:

– mehr Sensibilisierung in Betrieben

– bessere arbeitsmedizinische Betreuung

– flexible Arbeitsbedingungen

– Arbeitnehmer:innenschutz mit Fokus auf frauenspezifische
Gesundheitsbelastungen

– Forschung und Gendermedizin vorantreiben

– Konzepte für alternsgerechtes Arbeiten auch für die Wechseljahre
weiterentwickeln

„Die Arbeitswelt orientiert sich noch immer zu oft an männlichen
Lebensrealitäten. Wer will, dass Frauen gesund bis zur Pension
arbeiten können, muss endlich auch über Wechseljahre sprechen und
entsprechende Unterstützung schaffen“, so die ÖGB-
Bundesfrauensekretärin abschließend.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein. www.oegb.at