Wien (OTS) – Mit seinem unverwechselbaren Sound hat Parov Stelar die
Bühnen der
Welt erobert, doch hinter den pulsierenden Elektrobeats verbirgt sich
ein vielseitiger Schöpfergeist, der auch mit Pinsel und Leinwand
Geschichten erzählt. Eine neue ORF-Kulturdokumentation mit dem Titel
„Klang und Farbe – Die Neuerfindung von Parov Stelar“ taucht ein in
das aufregende Universum eines Künstlers, der sich ständig neu
erfindet, und begleitet ihn zwischen Retro-Samples, digitalen
Algorithmen sowie expressiver Malerei bei seiner nächsten kreativen
Transformation. Im Rahmen der gestern, am Donnerstag, dem 6. November
2025, stattgefundenen Präsentation des neuen Stelar-Albums „Artifact“
inklusive Darbietung des Performancekünstlers Patrik Huber gab es im
Wiener Filmcasino auch die von ORF-Moderatorin Lillian Moschen
moderierte Vorpremiere des Films, der im „kulturMontag“ am 10.
November um 23.15 Uhr in ORF 2 und ORF ON zu sehen sein wird.
„Ohne Beschönigung, aber nie respektlos …“ lautete das Urteil des
aus Oberösterreich stammenden Musikers und Malers. „Nach dem ersten
Sehen hab’ ich wahrscheinlich mehr über mich gelernt als in 40
Therapiesitzungen“, so Parov Stelar, der mit bürgerlichem Namen
Marcus Füreder heißt. Für die Regie der Dokumentation zeichnet ORF-
Redakteurin Tatjana Berlakovich verantwortlich, für die das Besondere
an dieser Arbeit war, „die Balance zwischen der Musik und der
Geschichte des Künstlers zu finden, wenn man nicht vorhat, einen
Konzertfilm zu machen. Es ist auch eine Herausforderung, Musik zu
visualisieren.“
Mehr zum Inhalt der Dokumentation:
Parov Stelar alias Marcus Füreder gilt als Erfinder des Elektroswing.
Mit seinem unverwechselbaren Sound und Hits wie „Booty Swing“, „All
Night“ und „Chambermaid“ hat er die Bühnen der Welt erobert und eine
Stilrichtung geprägt, die bis heute international Anerkennung findet.
Doch hinter den pulsierenden Beats steckt weit mehr. Der Weltstar aus
Oberösterreich ist nicht nur Musiker, er ist auch Maler und Designer.
Mit seinem neuen Projekt „Artifact“ präsentiert er ein Werk, das sich
deutlich von seinem bisherigen Schaffen absetzt: eine cineastische
Reise, visuell inspiriert von den großen Pionieren der Stummfilmzeit
ebenso wie von den Meistern der Pop-Art, mit klassischen, fast sakral
anmutenden, orchestralen Klangwelten, die seine typischen
elektronischen Samples und Gesangsstimmen neu interpretieren.
Filmemacherin Tatjana Berlakovich zeichnet in der Dokumentation
„Klang und Farbe – Die Neuerfindung von Parov Stelar“ diesen Prozess
des ständigen Wandels, der sich als roter Faden durch seine Karriere
zieht, nach. Die Vielschichtigkeit seiner Arbeit, das Spiel mit
Samples, Melodiefragmenten und Rhythmusstrukturen, zeigt sich schon
in den ersten musikalischen Gehversuchen, wie etwa „Shadow Kingdom“
oder dem Album „Rough Cuts“ – die er selbst augenzwinkernd als
musikalischen Dilettantismus bezeichnet.
Der Film zeichnet nicht nur Parov Stelars einzigartige Karriere nach,
er gibt auch Einblick in die Entstehungsprozesse von Marcus Füreders
Kunst und Klangwelten. Getrieben von unbändiger Neugier und der
Sehnsucht, sich ständig neu zu erfinden, lotet der 51-Jährige die
Grenzen zwischen Musik und Malerei aus. Zwischen Analogem und
Digitalem, Bühne und Atelier, Euphorie und Melancholie verdeutlichen
seine Werke, wie sehr seine Kunst auch von inneren Kämpfen und
Zweifeln sowie von der ständigen Suche nach neuen Ausdrucksformen
geprägt ist.
Neben dem Künstler selbst kommen im Dokumentarfilm Menschen zu Wort,
die ihn auf besondere Weise geprägt haben: sein Vater Leo Füreder,
der einen persönlichen Blick abseits des Rampenlichts eröffnet,
Martina Lummerstorfer, eine seiner ältesten Freundinnen aus
Schulzeiten, sowie sein Freund und Tonmeister Roland Schwarz.
Musikproduzent Thomas Rabitsch und Museumsmanager Alfred Weidinger
ordnen sein künstlerisches und musikalisches Schaffen ein und zeigen
dessen Bedeutung für eine ganze Generation.





