Salzburg (OTS) – Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit entstand mit dem
neuen Gebäude der
Universität Mozarteum am Kurgarten auf einer Nutzfläche von 1.895 m2
in der Schwarzstraße 36 in Salzburg neuer Raum für Unterricht,
Proben, Forschung, Entwicklung und Erschließung der Künste und
Digitalität.
Mit dem Neubauprojekt der Universität Mozarteum am Kurgarten (
UMAK) schlägt die Universität Mozarteum ein zukunftsweisendes, neues
Kapitel ihrer Geschichte auf, die eine nachhaltige Investition in die
Entwicklung und Erschließung der Künste, die kunstuniversitäre
Forschung und den Bildungsstandort Salzburg bedeutet. Neben
lichtdurchfluteten Unterrichts-, Ensemble- und Proberäumen für
Gesangs- und Chorpädagogik entsteht ein österreichweit einzigartiges
X-Reality-Lab (Eröffnung im Frühjahr 2026), das zukünftig das
Experimentieren und Produzieren mit AR, VR, KI, also von erweiterten
Bild-, Video- und Soundwelten ermöglicht. Zudem fand das Studio für
Elektronische Musik der Universität Mozarteum, aber auch der Bachchor
Salzburg im „UMAK“ genannten Gebäude eine neue Heimat.
„Das UMAK öffnet sich wie eine klingende Architektur: der sanfte
Schwung der Galerien, das wandernde Licht, die besondere Materialität
von Boden, Wänden, Türen, der Dramaturgie der Räume. Vom Ursprung der
Musik, der menschlichen Stimme und ihrem Gesang bis hin zu
hochkomplexer innovativer Technologie bietet das Haus ebendas, was
Kunstuniversität heute bedeutet: Raum für die Entwicklung und
Erschließung der Künste, für Forschung, für Begegnung und
Miteinander, für neue Erkenntnisse“, freut sich Rektorin Elisabeth
Gutjahr .
Zwtl.: Architektur und Bau
Geplant wurde das neue Gebäude vom Architekturbüro BERGER
PARKKINEN +. Es ist Teil eines städtebaulichen Konzepts, das
unterschiedliche Strukturen – vom Barock über die Gründerzeit bis ins
20. Jahrhundert – miteinander verbindet. Dafür wurde das Gebäude in
zwei Baukörper gegliedert, die sich in Höhe und Größe gestaffelt an
die umliegende Bebauung anpassen. Herzstück des Gebäudes ist die bis
ins oberste Geschoss reichende Halle mit natürlichem Oberlicht. Die
Teilung des Hauses in zwei Baukörper ermöglicht die Unterbringung der
großen Säle und Übezimmer mit besonderen Raumhöhen.
In zweieinhalb Jahren Bauzeit entstand ein modernes, nachhaltiges
und barrierefreies Universitätsgebäude in Stahlbetonbauweise unter
vorwiegender Verwendung von Recycling-Beton und im „klimaaktiv-
Standard Silber“. Diese Gebäudezertifizierung basiert auf
vorgeschriebenen Kriterien der Bereiche Energie mit Heizwärmebedarf
und Energiekennwerten, Qualität der Baustoffe und Konstruktion,
Standort sowie Komfort und Gesundheit. Für die Nutzer*innen des
Gebäudes bedeutet dies niedrige Heiz- und Betriebskosten, sehr gute
Raumluftqualität, Behaglichkeit und Komfort.
Von der Planung über die Architektur bis hin zu den ausführenden
Firmen in den Bereichen Technik, Roh- und Ausbau sowie im Bereich
Einrichtung und Ausstattung waren am Bau der Universität Mozarteum am
Kurgarten an die 50 Unternehmen, überwiegend aus Salzburg, aber auch
aus den benachbarten Bundesländern im Einsatz.
„Das Mozarteum ist mit rund 2.000 Studierenden aus 70 Ländern
weit mehr als eine Universität, es ist ein kulturelles Aushängeschild
Salzburgs und prägt die internationale Strahlkraft unseres Landes
entscheidend mit. Das Land Salzburg hat den Ausbau des
Universitätsstandortes um 2.400 Quadratmeter für Gesangspädagogik,
Chorwesen, das Digital Arts Forum sowie das Forschungsmanagement mit
3,7 Millionen Euro unterstützt. Mit dieser Investition in die Zukunft
von Kunst, Kultur und Bildung stärken wir nachhaltig den
internationalen Ruf des Mozarteums und Salzburgs als eine der
führenden Universitäts-Adressen weltweit“ , betont
Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf .
„Der Neubau der Universität Mozarteum am Kurgarten ist für den
Kultur-, Wissenschafts- und Innovationsstandort Salzburg von
elementarer Bedeutung. Hier wird ein Ort geschaffen, an dem
zukunftsweisende Thematiken für verschiedenste Kulturbereiche
erforscht und experimentiert werden. Das UMAK ist ein enormer Gewinn
für die kulturelle Vielfalt in der Stadt Salzburg und bietet zudem
dem Bachchor eine neue Heimat. Ich gratuliere allen Beteiligten zur
Umsetzung dieses einzigartigen Projektes“ , ergänzt Bürgermeister
Bernhard Auinger .
Eva-Maria Holzleitner , Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft
und Forschung: „Mit diesem neuen Gebäude entsteht weit mehr als nur
zusätzlicher Raum: Hier wird künftig gelernt, geforscht und
gestaltet. Ein Ort, an dem junge Menschen nicht nur Wissen erwerben,
sondern auch Haltung entwickeln und ihre Stimme finden – im wahrsten
wie im übertragenen Sinn. Dieses Haus steht für Offenheit –
architektonisch, geistig und gesellschaftlich.“
Zwtl.: Kosten & Finanzierung
Der Gesamtkostenrahmen umfasst 22,3 Mio. Euro. Den größten Teil
davon trägt das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und
Forschung mit 15,4 Mio. Euro, das Land Salzburg übernimmt 3,7 Mio.
Euro. Dieser Landesbetrag setzt sich aus einer Landesförderung in der
Höhe von 2,5 Mio., eines Betrags für Wissenschafts- und
Innovationsstrategie von 0,5 Mio. sowie Anteilen für Flächen für den
Bachchor in der Höhe von 0,7 Mio. Euro zusammen. Die Universität
Mozarteum finanziert 2,1 Mio. aus Eigenmitteln. Die Stadt Salzburg
sowie der Bachchor Salzburg selbst finanzieren wiederum gemeinsam 1,1
Mio. Euro.
Darüber hinaus erhält die Universität Mozarteum Salzburg für das
X-Reality-Lab eine Zusatzförderung der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft in der Höhe von 2,5 Mio. Euro. Mit
der F&E-Infrastrukturförderung werden Vorhaben zur Anschaffung und
zum Aufbau von hochwertiger F&E-Infrastruktur für Grundlagenforschung
sowie für anwendungsorientierte Forschung gefördert.
Zwtl.: Die Fakten im Überblick
– Bauherrin und Eigentümerin des Gebäudes: Universität Mozarteum
Salzburg, Grundstück im Baurecht der Stadt Salzburg
– Architektur: BERGER PARKKINEN +
– Nutzfläche: 1.895 m2
– Die Flächen verteilen sich auf das Erdgeschoss und vier weitere
Ebenen, wobei sich im Erdgeschoss ein Gastronomieraum und Büros
befinden und auf den weiteren Ebenen Unterrichts- und Probenräume
sowie Büros untergebracht sind. Alle Ebenen sind mit Sanitärräumen
und Lift ausgestattet. Auf Ebene 5 befindet sich eine Terrasse, die
zum Verweilen einlädt.
– Räume: Unterrichtsräume, Überräume, Büroräume, Projekträume,
Sonderraum Stimmbildung, Sonderraum Seminar, Sonderraum
Chorproberaum, X-Reality-Lab mit Nebenräumen, Studio Elektronische
Musik
– Tragstruktur: Stahlbetonbau
– Nachhaltigkeit: klimaaktiv Gebäudestandard Silber, vorwiegende
Verwendung von Recycling-Beton, Fernwärme, Kühlung mittels
Wärmepumpen, dezentrale Befeuchtung
– Bruttoinvestitionskosten inkl. Ausstattung: rund 25,1 Mio. Euro
inkludiert 2,5 Mio. Euro
F&E-Infrastrukturförderung
– Bauzeit: Februar 2023 bis Juli 2025
Die Universität Mozarteum
Die Universität Mozarteum ist eine Kunstuniversität, deren
Geschichte in das Jahr 1841 zurückreicht und die im Namen Wolfgang
Amadeus Mozarts gegründet wurde. Vertreten an nun 13 Standorten,
bietet sie für über 2.200 Studierenden und 550 Lehrenden aus aller
Welt in 15 Departments und 7 Instituten ein umfassendes Studien- und
Forschungsspektrum ab, das die Bereiche Musik, Theater, Szenografie,
Open Arts, kunstuniversitäre Forschung sowie Musik-, Tanz- und
Kunstpädagogik umfasst. Mit über 800 öffentlichen Veranstaltungen
jährlich – von Konzerten über Opern und Theater bis hin zu Symposien,
Konferenzen, Ausstellungen und Performances – trägt die Universität
Mozarteum substanziell zur Lebensqualität der Kulturstädte Salzburg
und Innsbruck bei.





