NOTFALL KINDERSCHUTZ in Österreich

wien (OTS) – Gewalt erleben Kinder überall: in der Familie, in
Organisationen, in
Schulen, bei Behörden, bei Gerichtsverfahren, in der Öffentlichkeit.
Doch niemand will sie ernsthaft schützen! Da stimmt etwas nicht im
Rechtsstaat, wie die jüngsten Beispiele zeigen.

– Eine Gruppenvergewaltigung durch 10 Männer an einem 12-jährigen
Mädchen endet mit 10 Freisprüchen . Das sind 10 Freibriefe für
Männer! Das ist ein fatales Signal und bedeutet, der Justiz ist der
Kinderschutz egal.

– Letztes Jahr ebenfalls. Ein 12-jähriges Mädchen wurde von einem 16-
jährigen Mitschüler systematisch terrorisiert und sexuell missbraucht
– auch dieser wurde freigesprochen.

– Jahrelange Gewaltvorfälle bei SOS-Kinderdorf, wo Kinder eigentlich
geschützt werden sollten, wurden lange totgeschwiegen .

Täter werden mehr geschützt, als die betroffenen Kinder. Die
bleibenden Verletzungen und lebenslangen Traumatisierungen werden
nicht bedacht.

Auch in Gerichtsverfahren sowie in Pflegschafts- und
Obsorgeverfahren wird die Gewalt an Kindern und ihren Müttern nicht
berücksichtigt! Kinder, die eindeutig zum Ausdruck bringen, dass sie
gewalttätige Väter nicht sehen oder keinen Kontakt zu ihnen haben
wollen, werden nicht ernst genommen. Anstatt Gewalttäter zu stoppen
und zur Verantwortung zu ziehen, werden Kinder bestraft, sei es durch
Kindesabnahmen oder durch zermürbende, endlose Verfahren. Dazu gibt
es zahlreiche Beispiele.

Der Verein StoP fordert den Staat und alle Behörden auf:

– Kinderrechte laut Verfassung in jedem einzelnen Fall umzusetzen.
Die Würde der Kinder und ihre Rechte haben in einem demokratischen
Staat oberste Priorität.

– Verpflichtende Schulungen und Fortbildungen für alle Justizbeamt*
innen und in allen Institutionen zu Gewalt gegen Frauen und Kinder
sowie Täterstrategien fix zu implementieren.

– Flächendeckender Ausbau von verpflichtenden Anti-Gewalt-Programmen
für Gewalttäter

– Ausbau und Finanzierung von StoP-Standorten in allen 2.100
Gemeinden Österreichs.