Wien (OTS) – Aufgrund eines Unfalls kam es im heutigen Frühverkehr
auf der A23 (
Südost-Tangente) und ihren Zubringern zu einem massiven Stau von rund
15 km Länge und Zeitverlusten von einer Stunde und mehr. Bernhard
Wiesinger, Leiter der ÖAMTC Interessenvertretung: “Der Stau heute
zeigt unmittelbar, warum es die S1 und den Lobautunnel als
Entlastungsstrecke braucht. Denn dann würde zumindest ein Fünftel der
Fahrzeuge auf der Tangente permanent auf die S1 ausweichen, weil sie
Wien weder als Start noch als Zielort haben. Und im Staufall gäbe es
eine Ausweichstrecke.”
Der Schluss des Regionenrings um Wien hätte aber nicht nur für
Autofahrer:innen eine positive Wirkung, sondern auch für die
Anrainer:innen der Donaustadt, die täglich unter Stau leiden.
Wiesinger: „Die Einwohnerzahl der Donaustadt hat sich seit 1990 auf
230.000 im Jahr 2024 mehr als verdoppelt. Es ist höchste Zeit, dass
die Verkehrsinfrastruktur Schritt hält. Das ist – so begrüßenswert
diese Maßnahmen sind – alleine durch einen Ausbau des öffentlichen
Verkehrs und mehr Radwege nicht zu schaffen. Dafür braucht es auch
eine leistungsfähige hochrangige Straßen-Infrastruktur.“
Zwtl.: Entlastung auch für das Klima
Jedes Jahr, in dem der Lobau-Tunnel später fertiggestellt wird,
entstehen auf der überlasteten Südost-Tangente über 500 Millionen
Euro an vermeidbaren Staukosten. Zusätzlich werden beinahe 75.000
Tonnen an vermeidbaren Treibhausgasen freigesetzt – mehr als
eineinhalbmal so viel, wie der gesamte Inlandsflugverkehr pro Jahr
produziert. „Die positive Entscheidung von Verkehrsminister Peter
Hanke heute ist eine gute Nachricht für staugeplagte Autofahrer:innen
und Anrainer:innen und eine gute Nachricht fürs Klima“, fasst
Wiesinger abschließend zusammen.





