Wien (OTS) – Vier junge NEOS-Mandatar:innen unter 30 Jahren aus dem
Nationalrat
und den Landtagen in Vorarlberg, Tirol und Niederösterreich richten
anlässlich des Internationalen Tags der Jugend einen gemeinsamen
offenen Brief an die Bundesregierung und die Vertreter:innen aller
Parteien. Ihr dringender Appell: Österreich braucht jetzt einen
parteiübergreifenden Pensionsschulterschluss, um das Pensionssystem
langfristig abzusichern. Weitere notwendige Reformen dürfen nicht
länger verschoben werden.
„Viele Jahrzehnte lang wurde das Pensionsthema in Österreich
ignoriert. Es geht bei der Frage nicht um Jung gegen Alt. Es geht
darum, das Versprechen des Generationenvertrags auch für die
kommenden Generationen einzulösen. Wir wollen ein Pensionssystem, auf
das sich die Menschen verlassen können und das auch in 15, 20 und 25
Jahren finanzierbar ist. Die Zukunft unserer Pensionen darf keine
Frage von Parteitaktik oder Parteigrenzen sein“, betonen die
Unterzeichnenden gemeinsam.
Breiter Konsens statt Reformstau
In ihrem offenen Brief verweisen die Abgeordneten auf bereits
gesetzte Schritte – darunter die Änderungen bei der Korridorpension
und der Nachhaltigkeitsmechanismus. Diese Maßnahmen seien ein Anfang,
reichten aber für eine dauerhafte Absicherung nicht aus. Auch
aktuelle Berechnungen des Budgetdienstes zeigten weiteren
Handlungsbedarf. Gefordert wird ein österreichweiter,
parteiübergreifender Pensionsschulterschluss, der gesellschaftlich
breit getragen wird und über Wahltermine hinausreicht. Die
Regierungsfraktionen sollen weitere Reformschritte noch in dieser
Legislaturperiode nicht ausschließen; alle Parteien seien aufgerufen,
sich konstruktiv zu beteiligen.
Zwei Fragen müssen jetzt beantwortet werden:
– Wie können Beitragsjahre, Lebensarbeitszeit und die steigende
Lebenserwartung fair berücksichtigt werden?
– Wie können die zweite und dritte Säule der Altersvorsorge sinnvoll
gestärkt und weiterentwickelt werden?
„Diese Fragen sind nicht angenehm. Politische Verantwortung
bedeutet, notwendige Debatten nicht aus Angst vor Gegenwind zu
vermeiden. Wir jungen Mandatarinnen und Mandatare sind bereit,
Verantwortung zu übernehmen und notwendige Entscheidungen
mitzutragen“, heißt es in dem Brief.
Die Unterzeichnenden sind Sophie Wotschke (Abgeordnete zum
Nationalrat), Fabienne Lackner (Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag)
, Susanna Riedlsperger (Abgeordnete zum Tiroler Landtag) und
Christoph Müller (Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag).





