St. Pölten (OTS) – Das SPORTZENTRUM Niederösterreich ist nicht nur
eine der modernsten
Trainings- und Wettkampfstätten des Landes, sondern auch Heimat von
zahlreichen historischen Sportartefakten. Viele bedeutende Exponate –
darunter die Olympia-Medaillen von Liese Prokop und Michaela
Dorfmeister, die Paralympics-Medaille von Wolfgang Eibeck sowie die
Weltmeister-Medaillen von Werner Schlager und Franz Stocher – haben
hier bereits ihren Platz gefunden. Nun wurde diese Sammlung um ein
weiteres wertvolles Stück niederösterreichischer Sportgeschichte
erweitert. In feierlichem Rahmen wurde am Dienstag die Paralympische
Goldmedaille von Vancouver 2010 sowie eine Gesamtweltcup-Kugel von
der ehemaligen Para-Skifahrerin Claudia Lösch enthüllt. Bereits bei
der Sportlounge 2025 vor rund einem Monat hatte sie zudem ihre
Handabdrücke und Unterschrift auf einer Legendenplatte hinterlassen,
die nun am Weg zum Haupteingang des SPORTZENTRUM Niederösterreich
verlegt wurde.
„Claudia Lösch hat uns über viele Jahre hinweg gezeigt, dass
Grenzen da sind, um sie zu überwinden. Ihre Zielstrebigkeit, ihre
Erfolge und ihre Lebensfreude sind bis heute Inspiration für uns alle
und haben das Sportland Niederösterreich maßgeblich geprägt. Darum
ist es uns ein besonderes Anliegen, dass wir Claudia Lösch und ihren
beeindruckenden Beitrag zum österreichischen Behindertensport in
Ehren halten. In Niederösterreich genießen unsere Sportlegenden und
historische Sportmomente einen hohen Stellenwert, denn sie sind
Ansporn und Fundament zugleich“, unterstreicht Sportlandesrat LH-
Stellvertreter Udo Landbauer.
Nach Eva Janko, Maria Sykora, Roland Königshofer, Gunnar Prokop,
Ingrid Turković-Wendl, Wolfgang Eibeck, Ilona Gusenbauer, Michaela
Dorfmeister, Rudolf Hajek, Michael Ludwig, Werner Schlager, Franz
Stocher und Thomas Diethart ist Claudia Lösch nun die vierzehnte
Persönlichkeit, die auf dem „Walk of Fame“ verewigt wird und das
Mosaik der niederösterreichischen Sportgeschichte damit um ein
beeindruckendes Kapitel erweitert.
Claudia Lösch erlitt 1993 im Alter von fünf Jahren bei einem
Autounfall eine Querschnittlähmung. Bereits im Frühjahr 1998 nahm sie
an ihrem ersten Monoskikurs teil und bestritt ab der Saison 1999/2000
ihre ersten nationalen Rennen. Nur sechs Jahre später gewann sie mit
Bronze in der Abfahrt bei den Paralympics in Turin ihre erste „große“
Medaille – es war der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere.
Dreimal entschied Claudia Lösch den Gesamtweltcup für sich, wurde
mehrfach Weltmeisterin und sammelte bei fünf Weltmeisterschaften
insgesamt 19 Medaillen. Bei den Paralympischen Winterspielen 2010 in
Vancouver sicherte sie sich zweimal Gold und stand im Laufe ihrer
Karriere insgesamt neunmal auf dem paralympischen Podest. Damit ist
Claudia Lösch die erfolgreichste Skifahrerin in der Geschichte des
österreichischen Behindertensports.
Weitere Informationen: SPORTLAND Niederösterreich, Patrick
Pfaller, Tel.: +43 2742 9000 19876 / +43 676 812 19876, E-Mail:
[email protected]





