Wien (OTS) – Die Ergebnisse der Wiener Jugendstudie sorgen für
Aufregung: 41
Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen stellen religiöse
Gebote über die Gesetze der Republik. Während Kritiker das Konzept
eines liberalen „Euro-Islam“ für gescheitert erklären, warnt die
Gegenseite vor Pauschalverurteilungen.
Die jüngste Studie des Soziologen Kenan Güngör im Auftrag der
Stadt Wien zeichnet ein explosives Bild an Österreichs Schulen: Neben
der Ablehnung des österreichischen Rechtssystems zeigen sich
verfestigte traditionelle Rollenbilder und eine hohe
Konfliktbereitschaft. Braucht der Rechtsstaat jetzt harte Sanktionen
gegen den politischen Islam, oder müssen die sozialen Ursachen
abseits der Religion im Fokus stehen?
Diese Fragen und mehr diskutiert Moderatorin Manuela Raidl bei
„Pro und Contra“ um 22:20 Uhr auf JOYN und PULS 4 mit:
– Wolfgang Sobotka – Nationalratspräsident a.D., ÖVP
– Seyran Ateş – liberale Imamin und Frauenrechtlerin
– Carla Amina Baghajati – Schulamtsleiterin, IGGÖ
– Sigrid Maurer – stv. Klubobfrau, Die Grünen
Danach bei „Breaking Media“: Ein Like & Sie stehen vor Gericht!
Ab fünf Follower:innen gilt man als Medieninhaber:in. Wer Inhalte auf
Social Media teilt oder auch nur liked, muss vorher sorgfältig
prüfen, ob sie stimmen. Sonst drohen hohe Strafen von mehreren
tausend Euro. In einer neuen Ausgabe des Medienkompetenz-Magazins
„Breaking Media“ um 23:15 Uhr lädt Moderatorin Gundula Geiginger
FALTER-Chefredakteur Florian Klenk zum Talk und bespricht seine
Recherchen. Mutiert die Bekämpfung von „Hass im Netz“ zum
Geschäftsmodell?
Florian Klenk: „Mich beschäftigt das Thema sehr, weil es
sozusagen an der Schnittstelle steht zwischen Schutz der
Persönlichkeitsrechte. Ich sehe auf der einen Seite, dass ich Leute,
die in solche Shitstorms kommen, wehren wollen. Gleichzeitig habe ich
aber auch Verständnis dafür, dass wir als liberale Gesellschaft
öffentlich diskutieren können müssen und das nicht jedes Wort
sozusagen auf eine medienrechtliche Justiz-Waagschale gelegt wird, wo
der Einzelne nicht mehr weiß, was er sagen darf.“
Die Strafhöhe für ein Like hängt mit dem Inhalt des ursprünglichen
Postings zusammen. Gravierend sind für die Verurteilten vor allem die
Anwalts- und Prozesskosten von bis zu 15.000 Euro. Gefährdet dieses
Gesetz auch die Meinungsäußerung auf Social Media? Wie hoch soll die
Strafe für ein Like sein? Und wie kann man Opfer vor digitalem
Mobbing schützen, ohne die freie Meinungsäußerung einzuschränken?
Außerdem Thema bei „Breaking Media“: Wie die können Fake News im
Netz eingebremst werden und droht Plattformen in Europa am Ende eine
Sperre? Gundula Geiginger spricht dazu mit Vize-EU-
Kommissionspräsidentin Henna Virkkunen .
„Pro und Contra“ am Dienstag um 22:20 Uhr und „Breaking Media“ um
23:15 Uhr auf JOYN & PULS 4





