St. Pölten (OTS) – In der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in St.
Pölten hielten heute,
Mittwoch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Eva
Prischl und Rotkreuz NÖ Präsident Hans Ebner Rückschau auf das Jahr
2025.
„Wenn wir heute die Bilanz ziehen, dann sprechen wir nicht nur
über konkrete Zahlen, sondern wir sprechen über Menschenleben, über
Situationen, in denen jede Minute zählt. Und über das Vertrauen der
niederösterreichischen Landsleute, dass Hilfe kommt, wenn sie
gebraucht wird“, sagte die Landeshauptfrau eingangs. Nach dem
Hochwasser im „Ausnahmejahr 2024“ sei 2025 „Gott sei Dank ein Jahr
ohne größere Katastrophe“ gewesen. Dennoch habe es viel zu tun
gegeben: „Das Rote Kreuz hatte 2.549 Einsätze pro Tag und 864.816
betreute und transportierte Menschen im vergangenen Jahr.“ Das Rote
Kreuz stehe damit 365 Tage im Jahr verlässlich an der Seite der
niederösterreichischen Landsleute.
Seitens des Landes bekräftigte Mikl-Leitner die Unterstützung für
das Rettungswesen: „Wir stellen auch heuer wieder Mittel in der Höhe
von 1,5 Millionen Euro für Neubau und Renovierung von Rot-Kreuz-
Häusern bereit. Und zusätzlich haben wir im Dezember einen
nachträglichen finanziellen Zuschuss in der Höhe von insgesamt 63
Millionen Euro beschlossen, um das niederösterreichische
Rettungswesen nachhaltig abzusichern.“
Besonders hob die Landeshauptfrau die Kraft des Ehrenamts hervor:
19.175 Freiwillige engagieren sich aktuell beim Roten Kreuz in
Niederösterreich, 454 mehr als im Jahr davor. Insgesamt wurden
5.253.401 Stunden im Rettungs- und Krankentransportdienst geleistet.
„Das sind keine abstrakten Zahlen, das ist gelebte Verantwortung und
echter Zusammenhalt“, so Mikl-Leitner. Auch im Ausbildungsbereich
setzt das Rote Kreuz Maßstäbe: 2.432 Notfallsanitäterinnen und
Notfallsanitäter sind im Einsatz, 1.512 davon verfügen über die
Zusatzkompetenz „Notfallkompetenzen in Venenzugang & Infusion“ oder
höher. „Das Rettungswesen entwickelt sich ständig weiter. Und das
Rote Kreuz hat den dafür erforderlichen Weitblick“, betonte die
Landeshauptfrau. „Helfen ist in Niederösterreich keine Ausnahme –
helfen ist ein Selbstverständnis.“
Die für das Rettungswesen zuständige Landesrätin Eva Prischl
verwies auf die steigenden Anforderungen im Gesundheitsbereich: „Bis
2040 wird in Niederösterreich rund eine halbe Million Menschen über
65 Jahre alt sein. Die Zahl der über 85-Jährigen wird sich bis 2050
mehr als verdoppeln. Damit werden Rettungseinsätze,
Krankenhausaufenthalte und Pflegebedarf deutlich steigen.“ Ziel sei
es daher, das Rettungs- und Notfallsystem neu auszurichten und
gezielt zu stärken. „Es freut mich daher, dass bereits 1.512
Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter mit der Zusatzkompetenz
‚Venenzugang und Infusion‘ oder höher durch diese ständige
Qualifizierungsoffensive zur Verfügung stehen. Künftig werden diese
Fachkräfte flächendeckend an 86 Standorten das Fundament des
Notfallsystems bilden, das hat es in dieser Qualität und Dichte in
Niederösterreich noch nie gegeben“, so Prischl, die weiters meinte:
„Es geht hier nicht ums Sparen, die Neuausrichtung dient der
gezielten Stärkung unseres Systems.“
Rotes Kreuz Niederösterreich Präsident Hans Ebner betonte die
internationale und zugleich regionale Verantwortung des Roten
Kreuzes: „Unsere Gesellschaft steht aktuell vor vielen
Herausforderungen. Kriege, Katastrophen, aber auch Veränderungen im
eigenen Land fordern zum Nachdenken, Hinterfragen und der Suche nach
innovativen Lösungen auf.“ In Niederösterreich setze man daher
konsequent auf Innovation, Ausbildung und soziale Angebote, um
Menschen Halt und Sicherheit zu geben. Ebner führte innovative
Projekte an wie den Telenotarzt, Ausbildungsschwerpunkte im
Rettungsdienst und wichtige Schritte in der Armutsbekämpfung oder in
der Betreuung der Seniorinnen und Senioren, um Menschen Halt und
Sicherheit zu geben. „Gleichzeitig ist es eines unserer größten
Anliegen, junge Menschen zu fördern und ihnen unsere humanitäre
Wertehaltung näherzubringen so wie auch in der
Führungskräfteausbildung das gesamte Potenzial zu schöpfen“, so der
Präsident.





