Wien (OTS) – Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs begrüßt die
heutige
Ankündigung aus dem Sozialministerium, Pflegekräfte ab 1. Jänner 2026
in die Schwerarbeitsverordnung aufzunehmen. Damit wird eine
langjährige und berechtigte Forderung endlich umgesetzt.
„Das ist ein überfälliger Schritt, aber noch kein großer Wurf“,
betont Samariterbund-Geschäftsführer Andreas Balog in einer ersten
Stellungnahme. „Für die Beschäftigten in der Pflege ist es zumindest
ein Zeichen der Anerkennung – auch wenn es spät kommt. Angesichts des
akuten Personalmangels und der stetig steigenden Belastungen braucht
es dringend weitere strukturelle Verbesserungen.“
Die Aufnahme in die Schwerarbeitsverordnung sei ein notwendiger
Beitrag zu mehr Fairness und Wertschätzung. Der Pflegealltag sei seit
jeher geprägt von körperlich fordernden Tätigkeiten und psychischem
Druck – oft über viele Jahre hinweg. „Dass diese Realität nun
zumindest ansatzweise auch rechtlich anerkannt wird, ist ein
wichtiger Fortschritt. Aber wir dürfen uns damit nicht
zufriedengeben“, so Balog weiter.
„Für uns als Organisation, die in der mobilen und stationären
Pflege tätig ist, ist klar: Der Pflegeberuf braucht tiefgreifende
Reformen – bessere Rahmenbedingungen, faire Entlohnung und echte
Entlastung im Alltag“, sagt Prokuristin Christine Ecker, operative
Pflegeleitung im Samariterbund. Besonders wichtig sei es nun, die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärker zu fördern: „Ein
entscheidender Hebel wäre, ausreichend Kinderbetreuungsplätze zur
Verfügung zu stellen. Ohne solche flankierenden Maßnahmen bleiben
Verbesserungen im System Stückwerk“, so Ecker abschließend.





