Sima/Lessacher/Arapovic: Park statt Parkplatz: Der neue Naschpark ist fertig!

Wien (OTS) – Die umfassende Verwandlung einer der größten
innerstädtischer
Hitzeinseln Wiens ist mehr als gelungen: Ganz nach dem Motto „Raus
aus dem Asphalt“ wurde der bislang asphaltierte Parkplatz zwischen
den Wienzeilen in einen 6.820 m² großen, einladenden Aufenthaltsort
mit 70 Bäumen, viel Begrünung und Abkühlungsmöglichkeiten
umgestaltet. Wie von vielen Anwohner*innen gewünscht, hat die Stadt
Wien eine weitläufige Grünoase mitten in der Stadt mit dem klingenden
Namen „Naschpark“ geschaffen. Planungsstadträtin Ulli Sima, die
stellvertretende Bezirksvorsteherin des 6. Bezirks, Julia Lessacher
und NEOS-Planungssprecherin Selma Arapovic haben den neuen Naschpark
heute eröffnet. „Ich bin begeistert von der Verwandlung dieses
Platzes – statt einer versiegelten Asphaltfläche lädt ab heute ein
wunderschöner Park mit über 50.000 Pflanzen ein. Zu den
Bestandsbäumen kommen noch knapp 50 neue dazu, sodass künftig 70
Bäume Schatten spenden werden. Wir haben trotz der statischen
Herausforderungen auf der Fläche, wo immer es ging, große Bäume
gepflanzt. Entlang der Rechten Wienzeile, wo es mehr Platz für
größere Wurzeln gibt, kommen in Kürze noch 5 XXL-Bäume. Ein großes
Danke an alle Beteiligten, wir haben hier gemeinsam ein echtes
Vorzeigeprojekt im Rahmen unserer großen Raus-aus-dem-Asphalt-
Offensive realisiert und machen Wien damit wieder ein Stück
klimafitter und noch lebenswerter“, so Sima.

Zwei schattige Pergolen, gemütliche Sitzgelegenheiten,
Picknicktische, Hängematten, eine Sacklinie, 3 Brunnen, vier
Wasserspiele und gemütliche Liegewiesen schaffen Raum für Erholung
und gemeinsames Miteinander. Ein Balanciergerät für Kinder und ein
kleiner Aussichtspunkt mit Blick ins Wiental runden das Angebot ab.
Auch die Radewegeverbindungen wurden mitgedacht: Der Radweg vom
Margaritensteg bis zur Linken Wienzeile wurde neu gestaltet, auf 200
m wurde ein rosa eingefärbter Zwei-Richtungs-Radweg errichtet, Fuß-
und Radverkehr damit entflochten.

Bürger*innenwünsche werden zur Realität

Für die Bezirksvorstehung im 6. Bezirk war die Einbeziehung der
AnrainerInnen von Anfang an entscheidend: „Die Verwandlung dieser
ehemaligen Asphaltwüste in eine grüne Oase zeigt, dass
Bürgerbeteiligung echte Früchte trägt“, so Bezirksvorsteher-
Stellvertreterin Julia Lessacher: „Die Gegebenheiten waren
außergewöhnlich komplex – die statischen Herausforderungen über dem
historischen Wienflussgewölbe erforderten besondere Sorgfalt und
Expertise. Dennoch haben wir es geschafft, die klar formulierten
Wünsche der Bürger*innen zu erfüllen: einen begrünten, konsumfreien
Ort zum Verweilen, Raum für regionale Produkte und den Erhalt des
geliebten Flohmarkts. Dieses Projekt beweist, dass auch unter
schwierigsten Bedingungen Bürgerwünsche Realität werden können“, so
Lessacher.

Auch NEOS-Planungssprecherin Selma Arapovic zeigt sich
begeistert: „Wir freuen uns, dass in Wien wieder Raum geschaffen
wird, an dem sich die Wienerinnen und Wiener erholen und begegnen
können. Mit dem Naschpark entsteht mitten in der Stadt ein neuer,
klimafitter Ort in architektonisch ansprechender Kulisse.“

AnrainerInnenfest am kommenden Freitag – ein buntes Programm für
die ganze Familie

Stadt und Bezirk laden kommenden Freitag, den 19. September von
13 bis 19 Uhr zum großen Eröffnungsfest im neuen Naschpark ein.
Besucher*innen erwartet ein vielfältiges Programm: Von kulinarischen
Genüssen – darunter ein kostenloser Schokobrunnen – bis zu Live-Acts
der beliebten U-Bahn-Stars und einem DJ. Für die jüngsten Gäste gibt
es ein eigenes Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kletter- und
Basketballwand sowie einem spannenden Radparcours. Der neue Naschpark
bietet viel zu entdecken, hinkommen zahlt sich aus!

Größte Herausforderung: Park auf 100-jährigem „Dach“

Die Planungen für den neuen Park waren besonders herausfordernd,
da sich die Fläche direkt über dem um die Jahrhundertwende
errichteten Wienflussgewölbe und der U-Bahn befindet. Die Oberfläche
ist dort teilweise nur 70 cm stark, deshalb musste jeder einzelne
Baumstandort genau geprüft werden. Die komplexen statischen und
bauphysikalischen Bedingungen erforderten zudem aufwändige Maßnahmen
im Untergrund. Um die Wölbung vor großflächiger Wurzelausbreitung zu
schützen, schirmt eine weitflächige Stahlbetonplatte samt
wurzelfester Folie mit Schutzbeton das Gewölbe ab. Zum U4-Tragwerk
mussten zusätzliche seitliche Stützmaßnahmen erfolgen.

Die Bäume kommen aus einer spezialisierten Baumschule und wurden
gezielt für den Naschpark ausgewählt. Gepflanzt wurden unter anderem
Seidenbäume, Judasbäume, Blumen-Eschen, Lederhülsenbäume,
Zierapfelbäume und Mispeln. Es handelt sich um großkronige und teils
mehrstämmige Arten, die zum Teil bereits über 25 Jahre alt sind und
schnell Schatten spenden und dem Park eine besondere Atmosphäre
verleihen. Helle Pflasterung verhindert starkes Aufhitzen der Wege.

Ein intensiver und erfolgreicher Weg vom Parkplatz zum Park

Der Entstehungsprozess der aktuellen Umgestaltung zwischen den
Wienzeilen begann bereits 2021 und war getragen von einer umfassenden
Einbindung der Bürger*innen und Expert*innen. Eine breit angelegte
Bürgerbeteiligung legte mit den Themen Begrünung, Erhalt des
Flohmarkts, Platz für regionale Produkte und der ausreichenden
Berücksichtigung konsumfreier Zonen die wesentlichen Vorgaben für die
Pläne zur Neugestaltung fest. Auf Basis dessen wurde ein EU-weiter
Ideenwettbewerb gestartet. Die 9 Sieger*innen des Wettbewerbs
erarbeiteten in weiter Folge in einem kooperativen Verfahren einen
gemeinsamen Masterplan für die große Hitzefläche. Der Masterplan
fungierte in weiterer Folge als Grundlage für den
Realisierungswettbewerb, aus dem im Herbst 2023 schließlich das
Architekturbüro Mostlikely und DnD Landschaftsplanung als Sieger
hervorgingen. Der Park ist nun fertig, der Flohmarkt bleibt erhalten
und auf der Marktfläche neben dem Marktamt entsteht aktuell der neue
„Marktraum“, ein neuer Hotspot für lokale und saisonale
Köstlichkeiten. Die Eröffnung ist noch für diesen Herbst geplant.

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