SPÖ-Grossmann: Es ist Zeit, den digitalen Missbrauch zu beenden!

Wien (OTS) – Heute hat das Europäische Parlament über seine Position
im Kampf
gegen sexualisierte Deepfakes abgestimmt und sich klar für ein Verbot
von KI-Anwendungen ausgesprochen, mit denen ohne Einwilligung
entwürdigende und sexualisierte Inhalte erstellt werden können. Mit
dieser Entscheidung zieht das Parlament nun in die bevorstehenden
Trilog-Verhandlungen mit dem Europäischen Rat und der Europäischen
Kommission. SPÖ-EU-Abgeordnete und frauenpolitische Sprecherin
Elisabeth Grossmann sagt dazu: „Nicht zuletzt der unfassbare Mut der
deutschen Fernsehmoderatorin Collien Fernandes, die sich öffentlich
getraut hat, das auszusprechen, was Millionen von Frauen Tag für Tag
online erleben, hat einer breiten Öffentlichkeit das wahre Ausmaß
digitaler Gewalt schonungslos vor Augen geführt. Über Jahre hinweg
kursierten täuschend echte, KI-generierte pornografische Bilder und
Videos von ihr im Netz, erstellt ausgerechnet von ihrem eigenen
Ehemann. Sie selbst bezeichnet das, was ihr widerfahren ist, als
digitale Vergewaltigung und genau das bringt es auf den Punkt, denn
was ihr und unzähligen weiteren Frauen angetan wurde, ist Gewalt und
muss endlich auch als solche bekämpft werden. Europa hinkt hier noch
immer hinterher. Während technologische Entwicklungen rasant
voranschreiten und neue Formen digitaler Gewalt sich in kürzester
Zeit zu einem regelrechten Massenphänomen entwickeln, fehlt es an
klaren, europaweit harmonisierten Regeln zum Schutz von Frauen.
Solange der Rechtsrahmen hinter dieser Entwicklung zurückbleibt,
schützt er nicht die Opfer, sondern die Täter.“ ****

Grossmann: „Die Scham muss endlich die Seite wechseln. Damit das
gelingt, müssen Frauen wissen, dass das Gesetz hinter ihnen steht.
Nationale Alleingänge reichen dabei nicht aus. Nur einheitliche
Regeln auf EU-Ebene können den notwendigen Druck auf Plattformen
ausüben, um den Schutz von Frauen vor digitaler Gewalt
sicherzustellen. Wir als EU-Parlament fordern daher ein Verbot von KI
-Anwendungen, mit denen ohne Einwilligung entwürdigende und
sexualisierte Inhalte erstellt werden können. Es ist Zeit, den
digitalen Missbrauch zu beenden!“ (Schluss) bj