SPÖ-Manninger: Lohntransparenz schafft Klarheit und Gerechtigkeit

Wien (OTS) – „Will man gleichen Lohn für gleiche Arbeit, braucht es
Lohntransparenz. Sie ist der Hebel für mehr Gerechtigkeit“, so SPÖ-
Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger in Reaktion auf eine
Pressekonferenz von Vertreter*innen von Arbeiterkammer, ÖGB,
Österreichischem Städtebund und der Frauen- und
Mädchenberatungsstellen. Laut einer aktuellen Umfrage von „L&R
Sozialforschung“ im Auftrag der „Allianz für Lohntransparenz NEU“
wünschen sich beispielsweise 91 Prozent der Befragten Informationen
darüber, welche Überbezahlungen – wie Zulagen, Bonus, Prämien – es im
Unternehmen gibt. 79 Prozent der Befragten wünschen sich ein Recht
auf Informationen über das durchschnittliche Einkommen von Kolleg*
innen mit vergleichbarer Arbeit. ****

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist in Österreich Gesetz. Laut
der vorliegenden Umfrage weiß ein Drittel der Arbeitnehmer*innen
nicht, ob sie den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit bekommen, wie
es laut dem Gleichbehandlungsgesetz vorgeschrieben ist. „Die EU-
Lohntransparenzrichtlinie ist ein Meilenstein auf Europaebene, für
den sich sozialdemokratische Abgeordnete stark gemacht haben.
Unternehmen sollen aktiv für Lohngerechtigkeit im Unternehmen sorgen.
Die Regierung arbeitet an einer Umsetzung der Richtlinie im kommenden
Jahr. Eine wichtige Maßnahme, um die Lohnschere zu schließen!“, so
Manninger.

Aus der Praxis der Frauen- und Mädchenberatungsstellen wird
deutlich, wie wichtig Lohntransparenz für das Schließen des Gender
Pay Gaps ist. Viele Frauen wissen gar nicht, ob sie weniger verdienen
als ihre männlichen Kollegen und fürchten negative Konsequenzen im
Job, wenn sie nachfragen. „Wir brauchen einen kulturellen Wandel, wie
viele skandinavische Länder es uns vormachen. Mehr Transparenz wird
für Klarheit und Gerechtigkeit sorgen“, so die SPÖ-
Bundesfrauengeschäftsführerin. (Schluss) eb/lw