SPÖ-Seltenheim: ORF reformieren statt zerschlagen – FPÖ gefährdet den Medienstandort Österreich

Wien (OTS) – SPÖ-Mediensprecher Klaus Seltenheim kritisierte heute im
Nationalrat
den FPÖ-Antrag zur Finanzierung des ORF: „Wir brauchen nicht weniger
ORF, wir brauchen einen starken, unabhängigen öffentlich-rechtlichen
Rundfunk. Ein geschwächter ORF schwächt den gesamten, unabhängigen,
österreichischen Medienmarkt. Die lachenden Dritten wären deutsche
Medienkonzerne, internationale Tech-Plattformen und private
Medienriesen“, so Seltenheim. Gleichzeitig sei klar: Der ORF brauche
Reformen. „Wir wollen den ORF besser machen. Die FPÖ will ihn
zerschlagen. Das ist der Unterschied.“ ****

„Ich will nicht, dass der österreichische Medienmarkt zum
Anhängsel internationaler Medienkonzerne wie des Berlusconi-Konzerns
wird“, kritisierte Seltenheim den FPÖ-Antrag, wonach der ORF zu einem
‚Grundfunk‘ schrumpfen soll. „Bei der Fußball-WM ruft Trump bei der
FIFA an, wenn ihm eine rote Karte nicht passt. Bei der FPÖ hat man
den Eindruck, die würden am liebsten auch beim ORF anrufen, wenn
kritische Fragen gestellt werden.“ Die FPÖ sehe den ORF als
Feindbild, weil unabhängiger Journalismus für sie unbequem ist. „Wir
hingegen stehen für einen starken, unabhängigen ORF und einen starken
österreichischen Medienstandort. Deshalb lehnen wir den Antrag der
FPÖ entschieden ab“, sagte Seltenheim.

Klar sei, dass der ORF Reformen brauche. „Die Ereignisse der
vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es Verbesserungen braucht.
Sexistische Übergriffe haben in einem Medienhaus, das uns allen
gehört, keinen Platz. Ebenso braucht es mehr Transparenz,
Gehaltsobergrenzen und starke Gremien, die die Unabhängigkeit des ORF
sichern“, so Seltenheim.

Man müsse darüber diskutieren, wie der öffentlich-rechtliche
Rundfunk künftig noch mehr junge Menschen erreichen, wie er dem
wachsenden Einfluss internationaler Tech-Konzerne begegnen, die
österreichische Film-, Musik- und Kreativwirtschaft stärken und die
Mitgestaltungsmöglichkeiten der Beitragszahlerinnen und
Beitragszahler ausbauen könne, sagte der SPÖ-Mediensprecher. (Schluss
) ah/mm