Strasser: Faire Bedingungen für unsere Bäuerinnen und Bauern – wirksame Importkontrollen bei Agrarerzeugnissen sicherstellen

Wien (OTS) – “Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren nach höchsten
Standards
weltweit. Diese hohen Anforderungen an Qualität, Umwelt- und
Lebensmittelsicherheit dürfen nicht durch Importe unterlaufen werden,
die nicht denselben Regeln unterliegen”, betont ÖVP-
Landwirtschaftssprecher Abg. Georg Strasser anlässlich eines
Entschließungsantrags der Regierungsfraktionen betreffend faire
Wettbewerbsbedingungen durch wirksame Importkontrollen bei
Agrarerzeugnissen aus Drittstaaten, der heute im Ausschuss für Land-
und Forstwirtschaft behandelt wurde. Mit dem Antrag wird die
Bundesregierung ersucht, sich auf europäischer Ebene für die
konsequente Umsetzung der vereinbarten Schutzklauseln und
Sicherheitsvorkehrungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse
einzusetzen. “Freier Handel braucht klare Regeln. Es geht darum, die
Versorgungssicherheit mit hochwertigen Lebensmitteln sicherzustellen
und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Land-
und Lebensmittelwirtschaft zu stärken”, so Strasser.

Ein zentraler Punkt ist im Antrag die Weiterentwicklung der
Rückstandskontrollen: “Wenn Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in der
Europäischen Union aufgrund ihrer besonderen Gefährlichkeit nicht
zugelassen sind, müssen wir sicherstellen, dass diese Standards auch
bei importierten Produkten berücksichtigt werden. Wissenschaftlich
begründete Verschärfungen der Rückstandshöchstgehalte müssen möglich
sein.” Strasser verweist dabei auch auf die geplanten Regelungen der
Europäischen Kommission zu Wirkstoffen wie Carbendazim, Benomyl und
Thiophanatmethyl: “Es braucht rasche Klarheit und konsequente
Maßnahmen, damit unsere Lebensmittelstandards geschützt bleiben.”
Auch bei Handelsabkommen müsse gelten: “Die europäischen
Lebensmittelsicherheitsstandards sind nicht verhandelbar”, so der
Landwirtschaftssprecher weiter.

“Unsere Landwirtschaft steht für Qualität, Verlässlichkeit und
Nachhaltigkeit. Wer diese Leistungen einfordert, muss auch für faire
Rahmenbedingungen sorgen. Dieser Antrag ist ein wichtiger Schritt, um
das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten zu sichern und
unsere bäuerlichen Familienbetriebe zu stärken”, so Strasser.

AMA-Qualitätsprogramme sichern Vertrauen in heimische Lebensmittel

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der Bericht über die
Aktivitäten der AMA-Marketing GesmbH im Geschäftsjahr 2025 wie unter
anderem die Weiterentwicklung und Stärkung des AMA-Gütesiegels und
AMA-Biosiegels sowie der Ausbau der Qualitäts- und Herkunftssicherung
entlang der gesamten Wertschöpfungskette. “Die AMA-Marketing leistet
einen wichtigen Beitrag dazu, dass Konsumentinnen und Konsumenten auf
heimische Qualität, nachvollziehbare Herkunft und unabhängige
Kontrolle vertrauen können”, betont Strasser.

Mit der Kampagne “Das hat einen Wert” wurden geprüfte Qualität,
regionale Herkunft und Kontrolle vermittelt. Die Bekanntheit des AMA-
Gütesiegels bleibt auf hohem Niveau: Neun von zehn Österreicherinnen
und Österreichern kennen und schätzen es, knapp 80 Prozent vertrauen
darauf. Auch das AMA-Biosiegel wurde 2025 strategisch
weiterentwickelt und mit einer neuen Kampagne stärker positioniert.

Die Kontrollen blieben 2025 das Herzstück der AMA-
Qualitätssicherung. Insgesamt wurden mehr als 35.000 Kontrollen
durchgeführt, davon entfielen etwa über 28.500 auf das AMA-Gütesiegel
und etwa 6.600 Kontrollen auf andere Richtlinien und Markenprogramme.

“Die hohe Anzahl an Kontrollen und die Beteiligung der Betriebe
zeigen: Die AMA-Qualitätsprogramme schaffen Vertrauen und sichern den
Wert unserer heimischen Lebensmittel”, so Strasser abschließend. (
Schluss)