VÖB-Konjunkturbarometer: Betonfertigteilbranche hat Talsohle erreicht und erwartet Marktentwicklung auf niedrigem Niveau

Wien (OTS) – 2025 bewältigte die heimische Betonfertigteilindustrie
ein weiteres
herausforderndes Jahr, das von stagnierenden bis rückläufigen
Umsätzen, schwachen Auftragslagen und schwierigen Rahmenbedingungen
geprägt war. Die ersten Anzeichen einer Erholung im Wohnbau sowie die
Innovationskraft und Flexibilität der Branche geben für 2026
zumindest Anlass zur Hoffnung – auf eine baldige Stabilisierung des
Marktes auf niedrigem Niveau.

Zwtl.: Zweigeteiltes Bild bei Umsatzentwicklung im 2. Halbjahr 2025

Laut dem aktuellen VÖB-Konjunkturbarometer, das vom Wiener
Marktforschungsinstitut TQS im Jänner 2026 durchgeführt wurde,
herrscht unter den befragten Betonfertigteil-Herstellern ein
zweigeteiltes Stimmungsbild: „Während knapp die Hälfte über gesunkene
Umsätze im 2. Halbjahr 2025 gegenüber dem 2. Halbjahr 2024 berichten,
meldet die andere Hälfte der Umfrageteilnehmer gestiegene oder gleich
gebliebene Umsätze“, sagt VÖB-Geschäftsführer Anton Glasmaier .
„Jeweils ein Drittel der erzielten Umsatzsteigerungen resultieren
dabei aus Aufträgen von neu gewonnenen Kunden bzw. erweiterten
Leistungs- und Produktportfolios.“ Die von einem Umsatzrückgang
betroffenen Betriebe machen hingegen zu gleichen Teilen die schlechte
Wirtschaftssituation und die damit verknüpfte schwache Auftragslage
verantwortlich.

Zwtl.: Vorsichtiger Optimismus dominiert Geschäftsjahr 2026

Viele Unternehmen haben ihre „Hausaufgaben“ erledigt und wissen,
dass der Weg zurück zu nachhaltigem Wachstum trotz sich aufhellender
Konjunktur noch etwas dauern wird. Dennoch fällt ihre Einschätzung
zur Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2026 positiver aus als noch im
Vorjahr: So rechnen über zwei Drittel der Befragungsteilnehmer, dass
ihre Umsätze konstant bleiben werden. Knapp 90 Prozent vertrauen
dabei auf ihr langjähriges Stammpersonal und planen bis zum
Jahresende 2026 keinen weiteren Personalabbau. Was die
Lehrlingssituation und die Ausbildungskapazitäten in den Betrieben
betrifft, offenbart sich ein eher differenziertes Bild: Während ein
Drittel der Befragten gar keine Lehrstellen anbieten, findet die
andere Hälfte entweder zu wenige oder zu wenige ernsthafte
Interessenten für ihre offenen Lehrstellenplätze.

Zwtl.: Fertigteilbauweise soll Umsatzwachstum fördern

„Trotz aller bestehenden Herausforderungen blickt die
österreichische Betonfertigteilindustrie mit vorsichtigem Optimismus
in die Zukunft“, betont Michael Wardian, VÖB-Präsident und
Geschäftsführer der Kirchdorfer Fertigteilholding GmbH . „Konkret
erwarten etwa zwei Drittel der befragten Mitgliedsbetriebe für das
laufende Geschäftsjahr 2026 eine stabilere Umsatzentwicklung in der
gesamten Branche.“ Ein großes Zukunftspotenzial sehen übrigens 85
Prozent der befragten Mitgliedsbetriebe in der Fertigteilbauweise im
Hochbau. Diese könne entscheidend dazu beitragen, mittels höherer
Planungsqualität (z. B. BIM) und höheren Vorfertigungsgraden teure
Bau- und Montagezeiten zu reduzieren.

Über den VÖB

Der Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke (VÖB) ist die
zentrale Interessensvertretung der österreichischen
Betonfertigteilhersteller. Der 1955 gegründete Verband vertritt rund
70 Mitgliedsbetriebe – und damit den Großteil aller in Österreich
produzierenden Betonfertigteilwerke. Der VÖB wurde nach dem
österreichischen Vereinsrecht gegründet, ist eine freiwillige
Interessensvertretung und versteht sich als innovativer und
aufgeschlossener Wirtschaftsverband. Die Betonfertigteilbranche ist
ein bedeutender Bereich der österreichischen Bauwirtschaft. Die
Branche steht mit ihren hochwertigen Produkten aus inländischer
Wertschöpfung für Leistungsfähigkeit, Qualitätsdenken,
ressourcenschonende Produktion und qualitatives Wachstum. Damit
leisten die österreichischen Betonfertigteilwerke einen bedeutenden
Beitrag zum zukunftsfähigen und nachhaltigen Bauen. Mehr
Informationen unter www.voeb.com und im VÖB Beton-Blog
https://blog.voeb.com.