Wien (OTS) – Die Wiener Grünen haben heute, Dienstag, bei einer
Pressekonferenz im
Rathaus erneut Maßnahmen zum Schutz des Wohnungsmarktes vor
touristischen Kurzzeitvermietungen gefordert. Der nicht amtsführende
Stadtrat Peter Kraus bezeichnete Angebote über Plattformen wie Airbnb
als „Brandbeschleuniger für Wohnungsnot“ und kritisierte, dass „die
bisherigen Schritte der Stadt das Problem nicht gelöst, sondern
lediglich verlagert“ hätten. In Wien fehle weiterhin ein
Kurzzeitvermietungsregister, obwohl eine entsprechende EU-Verordnung
vorsieht, dass jede Unterkunft eine Registrierungsnummer erhält und
Buchungsdaten regelmäßig an die Behörden übermittelt werden sollen.
Der dafür notwendige Rechtsrahmen sei seit 2024 in Kraft, das
Register wäre nach Angaben der Grünen seit Mai 2026 anwendbar, aber
noch nicht umgesetzt.
Gemeinderat Georg Prack verwies auf „eine massive Knappheit an
leistbaren Wohnungen“ in Wien und sprach von einer Diskrepanz
„zwischen der Zahl der Bewilligungen und der der tatsächlich
angebotenen Unterkünfte“. Die in den vergangenen Jahren beschlossenen
strengeren Regelungen hätten zu keiner Entspannung am Wohnungsmarkt
geführt, gleichzeitig gebe es Verfahren zur Umwandlung von
Wohngebäuden in Beherbergungsstätten.
Die Grünen fordern deshalb einen Stopp neuer Bewilligungen für
touristische Kurzzeitvermietungen sowie die rasche Umsetzung des
Kurzzeitvermietungsregisters. Letzteres soll den Abgleich zwischen
bewilligten und über Online-Plattformen angebotenen Unterkünften
ermöglichen und die Kontrolle durch die Baupolizei erleichtern.
Weitere Informationen: Grüner Klub im Rathaus, Kommunikation,
Tel.: 01/4000-81814 (Schluss) wei





