Wien (OTS) – Die bekannt gewordenen Asbestfunde in Spiel- und
Bastelsand sorgen
für massive Verunsicherung bei Eltern und
Kinderbetreuungseinrichtungen. Für Alma Zadić,
Konsumentenschutzsprecherin der Grünen, ist die Lage alarmierend:
„Der Schutz von Kindern und ihrer Gesundheit hat oberste Priorität.
Wenn Kontrollmechanismen versagen und möglicherweise belastete und
krebserregende Produkte in Kinderzimmern landen, ist das ein
untragbarer Zustand. Eltern sind zu Recht entsetzt – und sie erwarten
sich entschlossenes Handeln.“
„Wir Grüne fordern eine sofortige, lückenlose und transparente
Information für Eltern, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen
sowie deutlich strengere und engmaschige Kontrollen durch
Marktüberwachung und Behörden“, so Zadić und betont: „Es darf nicht
sein, dass gefährliche Produkte überhaupt in Umlauf geraten. Die
Politik hat hier eine klare Schutzpflicht.“
Barbara Neßler, Kinder-, Jugend- und Familiensprecherin der
Grünen, ergänzt: „Asbest in Kinderspielzeug ist völlig inakzeptabel
und stellt eine ernsthafte Gefährdung des Kindeswohls dar.
Krebserregende Stoffe haben in Produkten für Kinder nichts verloren.
Dass solches Spielzeug überhaupt in Umlauf kommt, ist
unverantwortlich und zeigt massive Kontrolllücken. Es braucht
dringend strengere Kontrollen und konsequente Maßnahmen, um Kinder
wirksam zu schützen.“
Auch Lukas Hammer, Umweltsprecher der Grünen, fordert vor dem
Hintergrund immer neuer Veröffentlichungen zu Asbestvorkommen in
Umwelt und Produkten zu raschem Handeln auf: „Der Schutz unserer
Gesundheit darf kein rechtsfreier Raum sein. Es ist nicht
nachvollziehbar, dass es am Arbeitsplatz verbindliche Grenzwerte für
eine Asbestbelastung gibt, aber für den Großteil der Bevölkerung
gesetzliche Lücken bestehen. Wenn Asbest in der Umwelt ein Thema ist,
dann braucht es eindeutige und verbindliche Regeln. Wir werden daher
in der nächsten Plenarsitzung des Nationalrates einen entsprechenden
Antrag einbringen.“
Aktuelle Berichte zeigen, dass potenziell belastete Spielprodukte
über Jahre im Vertrauen auf bestehende Sicherheitsstandards verkauft
wurden. Zudem reihen sich die Vorfälle in die seit Monaten andauernde
Debatte über die Sicherheit importierter Billigprodukte und zeigen
erneut wie wichtig eine konsequente Marktüberwachung ist.
„Wir werden dieses Thema nicht aus den Augen verlieren“,
verspricht Zadić. „Die Grünen werden die Produktsicherheit für
europäische und österreichische Konsument:innen konsequent im
Parlament thematisieren und die Regierung nicht aus der Verantwortung
nehmen, um klare Regeln für sichere Produkte – insbesondere für
Kinder – durchzusetzen.“





